11.11.2008 15:47
Vodafone Deutschland verzeichnet für die erste Hälfte des Geschäftsjahrs 2008/2009 einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Für das erste Halbjahr wies das Unternehmen einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro gegenüber 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr aus. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ging ebenfalls leicht von 1,69 Milliarden Euro auf 1,67 Milliarden Euro zurück. Die Umsatz-Rendite stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 44 Prozent. Bei der Festnetztochter Arcor stieg der Umsatz im Jahresvergleich von 1,13 Milliarden auf 1,16 Milliarden Euro und das EBITDA von 203 Millionen auf 213 Millionen Euro.
Vodafone führt den Rückgang auf den starken Preisdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und die von der Regulierungsbehörde angeordnete Senkung der Roaming-Gebühren sowie der Terminierungsentgelte zurück. Bei deutlich mehr Mobilfunkkunden als im Vorjahr (plus 3,65 Millionen auf 36,2 Millionen) sank der durchschnittliche Umsatz pro Kunde im zweiten Quartal auf 16,80 Euro (Vorjahresquartal 19,40 Euro).
Mit Mobilfunkdiensten setzte Vodafone im ersten Halbjahr 3,6 Milliarden Euro um, davon 12,7 Prozent (460 Millionen Euro) mit Datendiensten (ohne SMS/MMS). Der Anteil der Datendienste am Serviceumsatz legte im Jahresvergleich um 2,5 Prozentpunkte zu. Das Geschäft mit Breitbanddiensten sei wichtigster Wachstumstreiber, teilte Vodafone am heutigen Dienstag in Düsseldorf mit. Fast sieben Millionen Kunden nutzen nach Unternehmensangaben inzwischen UMTS-Dienste, im Vorjahr waren es 4,75 Millionen.
Die Festnetztochter Arcor konnte im zweiten Quartal 106.000 neue DSL-Kunden gewinnen und versorgte zum Quartalsende (30. September) insgesamt 2,88 Millionen Kunden, von denen 387.000 einen Anschluss unter der Vodafone-Marke haben. Die 2-Marken-Strategie soll fortgesetzt werden. Der Anbieter will seinen Marktanteil mittelfristig auf 20 Prozent ausbauen.
Die britische Konzernmutter Vodafone Group hat heute morgen ihre Prognose für das Gesamtjahr bereits zum zweiten Mal gesenkt.
(vbr)
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