26.08.2011 11:54
Wahl-O-Mat zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses
Die Berliner können ihre politischen Vorlieben und ihre Wahlentscheidung jetzt wie bei früheren Wahlen im Internet testen und überprüfen. Seit Freitag ist wieder die bekannte Internet-Wahlhilfe Wahl-O-Mat online. Die Aussagen der Parteien zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September werden mit Hilfe des Portals mit den politischen Positionen der Wähler verglichen. Dazu gibt es 38 aktuelle politische Thesen, denen der Wähler zustimmen oder sie ablehnen kann.
Erstellt wird der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für Politische Bildung und Jugendlichen, die sich in dem Projekt engagierten. Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, sagte, seit 2002 hätten bei Bundestags- und Landtagswahlen 20 Millionen Nutzer auf das Portal zugegriffen. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde der Wahl-O-Mat im Internet mehr als sechs Millionen mal genutzt.
Rund 40 Prozent der Nutzer seien jünger als 30 Jahre, sagte Krüger. "Wir wollen die Menschen ermutigen, zur Wahl zu gehen." Auch Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) wies bei der Präsentation am Freitag darauf hin, wie wichtig es sei, gerade junge Menschen über das Internet für politische Themen zu interessieren.
Im Test durch führende Landespolitiker ergaben sich neue mögliche Koalitionskonstellationen. Beim SPD-Landesvorsitzenden Michael Müller landeten die Grünen hinter der SPD auf dem zweiten Platz. Erst dann folgte der derzeitige Partner Linke. Der Linke-Vorsitzende Klaus Lederer platzierte ebenso die Grünen auf dem zweiten Platz, die SPD folgte erst auf Platz sechs hinter der Anarchistischen Pogo-Partei, der satirischen Die Partei und den Piraten. Bei der Grünen-Vorsitzenden Bettina Jarasch kam die Linke auf Platz zwei hinter der eigenen Partei. Auch hier lagen dann Piraten und Die Partei noch vor dem möglichen Koalitionspartner SPD. (dpa)
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(jk)