14.11.2008 12:42
Miriam Hofheinz, Produktmanagerin für E-Books und Hörbuch-Downloads beim Online-Händler Libiri.de, setzt sich gegen Kopierschutz-Maßnahmen für E-Books ein. "Für die Rechte-Inhaber ist DRM immer noch die erste Wahl, um ihre Inhalte zu schützen", sagte Hofheinz in einem Interview für die aktuelle Ausgabe der Technology Review (seit dem 13. 11. am Kiosk oder hier portokostenfrei online zu bestellen). "Gerade bei neuen Produkten wollen die Verlage ihren Autoren so zeigen, dass auf ihre Produkte aufgepasst wird." Es sei jedoch bekannt, "dass jeder Schutz nur so lange schützen kann, bis er geknackt wird", so Hofheinz.
"Es gibt auch keine perfekte Diebstahlssicherung für das Auto und auch kein Schloss, das verhindern kann, dass ein Dieb nachts in ein Haus einsteigt. Darüber muss man sich einfach klar sein. Wir als Shop befürworten die kundenfreundliche Variante: ohne DRM. Unsere jahrelange Erfahrung mit Hörbuch-Downloads zeigt, dass Downloads mit Wasserzeichen wesentlich kundenfreundlicher sind."
Sony will das im vergangenen Jahr vorgestellte E-Book-Lesegerät PRS-505 in Deutschland unter anderem über den Buchgroßhändler Libri vertreiben. Für die Inhalte hatte Libri Verlage wie Hanser, Bertelsmann oder Beltz ins Boot holen können. Miriam Hofheinz ist als Produktmanagerin bei Libiri.de verantwortlich für den E-Book-Bereich und Hörbuch-Downloads. Gleichzeitig ist sie Mitglied im Arbeitskreis Piraterie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Das Volltext-Interview auf TR-Online:
(wst)
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Permalink: http://heise.de/-216865
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