02.09.2009 12:16
Der Handy-Weltmarktführer Nokia hat auf seiner Hausmesse Nokia World wie angekündigt ausführliche Details zu seinem ersten Netbook Booklet 3G veröffentlicht. Darin arbeitet Intels Atom Z530 (1,6 GHz), dem der besonders energieeffiziente Chipsatz US15W zur Seite steht. Nokia lötet den 1 GByte großen DDR2-Arbeitsspeicher auf die Platine. Ob er sich mit einem RAM-Riegel erweitern lässt, ist nicht bekannt, aufgrund des nur zwei Zentimeter flachen Gehäuses aber eher unwahrscheinlich. Ein Beschleunigungssensor parkt die Schreib-/Leseköpfe der 120 GByte fassenden 1,8-Zoll-Festplatte bei Stürzen und beugt so einem Datenverlust vor.
Der Bildschirm zeigt die für 10,1 Zoll Diagonale ungewöhnlich hohe Auflösung von 1280 × 720 Punkten. Dies sorgt für eine feine Pixeldarstellung von 146 dpi und erlaubt eine alltagstaugliche Darstellung von Webseiten und Anwendungen. Die maximale Helligkeit des Displays nennt Nokia nicht, wohl aber, dass es hinter einer Glasscheibe steckt – vor allem im Freien werden also Spiegelungen der Umgebung stören. Externe Monitore lassen sich per HDMI anschließen; als Zubehör will Nokia zudem einen USB-VGA-Adapter anbieten.
Das 1,25 Kilogramm schwere Gerät soll laut Nokia bis zu 12 Stunden lang ohne Stromnetz auskommen, was angesichts des 57-Wh-Akkus nicht unrealistisch ist: Das Netbook dürfte demnach rechnerisch knapp 5 Watt bei geringer Systemlast schlucken; so geringe Verbrauchswerte haben wir bei anderen Netbooks mit Atom-Z-Hardware wie Sonys Vaio P oder MSIs Wind U115 Hybrid bereits gemessen.
Das Booklet 3G funkt per Bluetooth 2.1+EDR und WLAN (IEEE 802.11b/g/Draft-N 300 MBit/s). Das integrierte Mobilfunk-Modem beherrscht UMTS mit HSPA sowie GSM mit GPRS und steht ausschließlich für Datenverbindungen zur Verfügung. Laut Datenblatt soll es Modellvarianten ohne UMTS-Modem geben; vermutlich fehlt diesen dann auch der A-GPS-Empfänger.
Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz, und zwar je nach Modell und Vertriebsregion als Starter Edition, Home Premium oder Professional. Nokia reichert die Vorinstallation um die Ovi Suite, ein Ovi Maps Gadget sowie dem Social Hub an, der Social-Network-Anwendungen aggregiert und auch SMS verschicken kann.
Das Booklet 3G kommt im vierten Quartal mit schwarzem, weißem und blauem Deckel in den Handel. Unsubventioniert kostet es rund 684 Euro (Update: die ursprünglich angegebenen 575 Euro entsprechen dem Netto-Preis), doch es soll auch bei Mobilfunk-Providern subventioniert zusammen mit 24-Monats-Verträgen erhältlich sein. (Florian Müssig)
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(mue)
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