17.03.2010 08:48
Regelmäßig im Frühjahr trifft sich die Internet-Szene in Austin, Texas, um sich beim Kultur-, Musik- und Online-Festival "South by Southwest" (SXSW) auszutauschen. Die Konferenz hat inzwischen den Ruf, als frühe Testumgebung für neue, interessante Werkzeuge aus dem Internet-Sektor zu dienen. So fand etwa der Kurznachrichtendienst Twitter vor drei Jahren hier erstmals ein großes Publikum.
Um diese positive Grundstimmung auszunutzen, begannen die Veranstalter im letzten Jahr, einen eigenen Wettbewerb für Start-ups aus dem Web-Bereich auszuschreiben, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Der von Microsoft gesponserte "BizSpark Accelerator" sucht seither unter 32 jungen Internet-Firmen, die sich auf der SXSW präsentieren, die interessanteste.
Chris Valentine, Organisator des Wettbewerbs, erläutert, dass auch in diesem Jahr der Social Media-Bereich noch immer ganz vorne mit dabei sei – 200 Firmen aus diesem Segment bewarben sich, in keine andere Kategorie drängelten sich mehr Start-ups. Veränderungen gibt es trotzdem, beispielsweise bei der Technologie, die die Firmen einsetzen. "Wir wussten, dass es verstärkt in Richtung Künstliche Intelligenz gehen wird", sagt Valentine. So machen in diesem Jahr gleich mehrere Neugründungen aus den Bereichen Bild- und Spracherkennung mit.
Ein gutes Beispiel für diesen Trend ist Siri, eine Firma, die erst im Februar an den Start ging. Das Spin-off der kalifornischen Forschungseinrichtung SRI International will Technik kommerzialisieren, die im Rahmen des großangelegten, militärischen KI-Forschungsprojektes CALO entstanden ist. Im Angebot hat Siri einen virtuellen persönlichen Assistenten, der einige eindrucksvolle Funktionen besitzt – so kann er etwa natürliche Sprache erkennen, arbeitet selbstlernend und hat die Fähigkeit, mit verschiedenen Rechneranwendungen automatisch zu interagieren.
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(Ben Schwan) / (bsc)Version zum Drucken | Per E-Mail versenden | Newsletter abonnieren
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