18.01.2008 18:57
Zwei Gemeinden im Westschweizer Kanton Freiburg wehren sich gegen ein geplantes neues Rechenzentrum von Yahoo, wie die Schweizer Tageszeitungen 24 Heures und La Liberté berichteten. Ein Data Center für ganz Europa will die US-Firma Yahoo in der Waadtländer Gemeinde Avenches eröffnen und dabei nach Angaben von 24 Heures 100 Millionen Franken (62,13 Millionen Euro) investieren. Unter anderem möchte Yahoo in Avenches eine Fläche von 36.000 Quadratmeter Bauland kaufen, was der Gemeinde 4,8 Millionen Franken (rund 3 Millionen Euro) in die Kassen spülen würde. Voraussichtlich ab 2009 soll dass Rechenzentrum in Betrieb genommen werden. Der Internetkonzern hatte deshalb gefordert, dass er spätestens sechs Monate nach Beginn des Auflageverfahrens mit dem Bau beginnen kann.
Dieses Vorhaben könnte nun aber an den Einsprüchen der zwei Kommunen Villarepos (FR) und Misery-Courtion (FR) scheitern. Man sei weder gegen Yahoo, noch habe man was gegen Avenches, erklären die Vertreter der Gemeinden. Durch das Territorium der Dörfer laufen bereits fünf Hochspannungsleitungen. Nun wird befürchtet, eine weitere Leitung werde für das neue Yahoo-Rechenzentrum ("das Monster") gebraucht. Die Opponenten schätzen einen voraussichtlichen jährlichen Verbrauch des Datenzentrums von zwanzig Gigawattstunden, nach ihren Angaben viermal soviel wie der ganze Ort Avenches mit 4000 Haushalten verbrauchen würde.
Der Gemeindepräsident von Avenches sieht das Projekt in Gefahr und soll sich nun einen Anwalt genommen haben. Man hoffe jedoch auf eine gütliche Einigung. Yahoo selbst soll sich bislang noch nicht geäußert haben. (Tom Sperlich) / (Tom Sperlich)
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(vbr)
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