Dank einiger Änderungen am x86- und KVM-Code soll der Kernel-eigene Hypervisor schneller arbeiten. Abermals überarbeitet und erheblich erweitert haben die Kernel-Entwickler die recht junge Tracing-Infrastruktur. Der Power- und PowerPC-Code unterstützt nun auch die Spielkonsolen Gamecube und Wii.
Die nächste Linux-Version bringt nicht nur erstmals den KMS-Grafiktreiber Nouveau für Nvidia-Grafikhardware mit, sondern auch eine Vielzahl von Verbesserungen für die AMD/ATI- und Intel-Grafiktreiber mit Unterstützung für Kernel-based Modesetting (KMS).
Die Entwickler arbeiten an Treibern zur Unterstützung der DirectX-11-Grafikkarten aus AMDs Radeon-HD-5000-Serie. Die proprietären AMD-Treiber können diese zwar schon länger ansprechen, doch selbst deren neuste Version arbeitet nicht mit dem aktuellen X-Server 1.7 zusammen.
Durch erweiterte Discard-Unterstützung beherrscht Linux 2.6.33 ATA Trim, was Lebensdauer und Durchsatz von SSDs steigern kann. Neu zum Linux-Kernel stießen nicht nur die HA-Lösung DRBD, sondern auch Treiber für Storage-Hardware von HP, LSI und VMware. Zahlreiche Detailverbesserungen gibt es am Code der Dateisysteme Btrfs, Ext4 und Reiserfs.
Der aktuelle Kernel 2.6.32 soll im Rahmen der Stable-Series zwei bis drei Jahre gewartet werden – die Pflege von 2.6.27 wird aber wohl bald eingestellt oder deutlich zurückgefahren. Die Werkzeug-Sammlung util-linux-ng richtet jetzt Partitionen optimal aus und enthält drei zusätzliche Programme. Der X-Server lässt sich in Zukunft flexibler konfigurieren und kommt ohne HAL aus.
Linux 2.6.33 kommt mit neuen und verbesserten Treibern für WLAN-Chips von Intel, Ralink und Realtek. Einige Treiber für alte WLAN-Hardware ziehen in den Staging-Bereich um und fliegen vermutlich bald raus. Neu dabei sind auch einige Treiber für LAN-Chips und einige Verbesserungen für den Netzwerk-Stack.
Mit dem Ende der Hauptentwicklungsphase der nächsten Kernel-Version stehen die wesentlichen Neuerungen von Linux 2.6.33 fest: DRBD, Nouveau, Unterstützung für das ATA-Kommando Trim und ein Bandbreiten-Controller für Blockgeräte. Verbessert wurden die Radeon-Treiber und die Unterstützung für Funkchips von Intel. Außerdem: Neue Stable-Kernel korrigieren eine Schwachstelle im Ext4-Code, werden aber bereits in Kürze von noch neueren Versionen abgelöst.
Die Kernel-Versionen 2.6.27.40, 2.6.27.41 und 2.6.31.7 bringen kleinere Verbesserungen und korrigieren einige Fehler [--] darunter auch eine Sicherheitslücke. Torvalds nahm bereits über 5000 Änderungen für Linux 2.6.33 vor, dessen Merge Window noch etwas mehr als eine Woche offen sein dürfte.
Unter den tausenden Neuerungen der jüngsten Kernel-Version stechen 3D-Unterstützung für neuere Radeon-Grafikchips, bessere Nutzung der Stromspartechniken moderner Hardware und zahlreiche Verbesserungen an KVM und Btrfs hervor. Durch verschiedene Optimierungen soll sich Linux 2.6.32 zudem schneller anfühlen.
Dank devtmpfs soll der Linux-Kernel schneller starten und ohne Udev arbeiten. Neu sind Unterstützung für ACPI 4.0 sowie zwei Make-Targets, die eine zum laufenden System passende Kernel-Konfigurationen erzeugen. Änderungen beim Power Management steigern den Datendurchsatz und ermöglichen eine bessere Nutzung der Stromsparmechanismen moderner I/O-Geräte.
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