18.03.2009 15:26
Am heutigen Mittwoch ist Version 0.10.0 der KDE-Bildverwaltung Digikam erschienen. Die Entwickler haben die Anwendung auf KDE 4 portiert, die Oberfläche überarbeitet, neue Funktionen eingebaut und mehr als 500 Bugs beseitigt. Die neue Version unterstützt XMP-Metadaten und kann erstmals Metadaten in RAW-Bildern bearbeiten. Der neu gestaltete Kamera-Dialog und eine Thumbnail-Leiste erhöhen den Bedienkomfort ebenso wie die völlig überarbeitete Suchfunktion. Mit ihr ist es nun auch möglich, nach Informationen zu suchen, die in Metadaten stecken. Neu sind auch die Optionen, nach ähnlichen oder doppelten Bildern zu suchen. Ein witziges Feature ist die Fuzzy-Suche, bei der man eine Skizze des Gesuchten anfertigt und Digikam zur Skizze passende Treffer herausfischt. Unter der Haube nutzt Digikam das Solid-Interface zur Hardwareerkennung und das Multimedia-Framework Phonon, um eine Vorschau von Video- und Audiodateien anzubieten.
Viel Arbeit haben die Entwickler in die Plattformunabhängigkeit von Digikam gesteckt: So wurden alle Abhängigkeiten zu den X11-Bibliotheken entfernt und libgphoto2 ist nur noch optional nötig. So lässt sich Digikam auch unter Windows und Mac OS X übersetzen. Linux-Anwender, die die neue Version ausprobieren möchten, müssen zu Compiler und Tarball greifen, für Windows steht über den Windows-KDE-Installer bereits ein vorkompiliertes Digikam zur Verfügung.
(amu)
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