05.08.2008 17:22
English version: First and only Alpha release of Fedora 10 "Cambridge" now available
Das Fedora-Projekt hat die erste und einzige Alpha-Version des für Ende Oktober geplanten Fedora 10 zum Download freigegeben. Die erste Vorabversion der kürzlich Cambridge getauften Linux-Distribution bringt bereits viele der für die nächste Fedora-Version vorgesehenen Neuerungen mit – darunter etwa bessere Unterstützung für Infrarot-Fernbedienungen und Webcams im Kernel und den Anwendungen. Enthalten sind ferner Vorabversionen von GNOME 2.24, KDE 4.1 und Kernel 2.6.27 – das fertige KDE 4.1 ist aber bereits über den Entwicklerzweig Rawhide als Update für die Alpha erhältlich und steht als Test-Update auch seit einigen Tagen für das aktuelle Fedora 9 bereit.
Neu bei Fedora 10 ist zudem das Security-Audit- und Intrusion-Detection-System Sectool. Zur Paketverwaltung setzt Fedora nun auf eine Vorabversion von RPM 4.6. Dabei handelt es sich um eine maßgeblich von einem Red-Hat-Entwickler im Rahmen von rpm.org vorangetriebene Weiterentwicklung von RPM und nicht um den vom früheren RPM- und Red-Hat-Entwickler Jeff Johnson gestarteten RPM-Fork RPM5.
Das neue Security-Audit- und Intrusion-Detection-System Sectool
Bild: https://fedorahosted.org/sectool/
Weiter verbessert haben die Entwickler des maßgeblich von Red Hat unterstützten Fedora-Projekts den NetworkManager, über den sich nun auch Connection Sharing konfigurieren lässt. Ebenfalls dabei ist eine neue "Glitch-Free"-Version des Audio-Servers PulseAudio, den dessen bei Red Hat angestellter Autor stark überarbeitet hat. Dadurch erfolgt die Audio-Ausgabe nun ähnlich wie MacOS X oder Vista nach einem zeitbasierten Modell und wird nicht mehr über Interrupts getrieben – das soll Aussetzer vermeiden helfen und die Leistungsaufnahme bei der Audio-Wiedergabe reduzieren.
In den kommenden Wochen wollen die Fedora-Entwickler noch weitere Neuerungen integrieren, die Tester über den quasi täglich aktualisierten Entwicklerzweig rawhide als Update erhalten – darunter finden sich fast täglich neue Kernel-Versionen mit den neusten Änderungen im Hauptentwicklungszweig des Linux-Kernels. Anfang September soll dann eine Beta von Fedora 10 erscheinen; darauf folgt Anfang Oktober ein Preview Release, bevor die Fedora-Entwickler Fedora 10 schließlich am 28. Oktober freigeben wollen.
(thl)
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