Das Mozilla-Entwicklerteam, das sich mit optischen Anpassungen von Firefox an die Gestalt von Windows Vista und Windows 7 befasst ("UX Team"), hat Entwürfe für das mögliche künftige Aussehen des Web-Browsers vorgelegt. Demnach könnte im Firefox künftig in der Voreinstellung die Menüzeile versteckt und mit der Taste "Alt" aufgerufen werden. Toolbar und Tabs sollen die Windows-Oberfläche Aero Glass annehmen. Die Menüs würden nach dem Entwurf aufgeräumt, neu zusammengefasst und in zwei neuen Schaltknöpfen "Page" und "Tools" aufrufbar werden. Die Knöpfe für "Stopp" und "Neu laden" sollen kombiniert, der Schaltknopf für "Startseite" abgeschafft werden und in einem "Home Tab" aufgehen.
Die vorgeschlagenen Änderungen könnten teilweise zunächst in Firefox 3.7 einfließen ...
Bild: Mozilla
In der vorangegangenen Analyse des Firefox-Erscheinungsbildes hatten die Entwickler festgestellt, dass andere Web-Browser wie Chrome und Safari durch Beschränkung auf das Nötigste mehr Platz für die eigentlichen Web-Inhalte bieten, während der Firefox überladen erscheine. Der Umgang mit Lesezeichen bedürfe der Überarbeitung. Die Firefox-Icons in der Haupt-Werkzeugleiste seien uneinheitlich und einige Bedienknöpfe überflüssig. Microsoft habe mit Windows Vista begonnen, die Menüleiste systematisch von Windows-Anwendungen zu entfernen. Office 2007, Paint oder Wordpad enthielten beispielsweise stattdessen "Ribbons".
Mit dem nun vorgelegten Entwurf will das UX Team die Richtung aufzeigen, in die es nach vielen Änderungen an bisherigen Entwürfen und Diskussionen jetzt strebt. Die Vorschläge könnten in Firefox 3.7 einfließen, falls das Feedback der Community entsprechend ausfällt, und für Firefox 4 noch konsequenter umgesetzt werden. Die Entwickler wollen auch schauen, wie sich die Ideen für die Linux- und Mac-Version des Firefox umsetzen lassen.
... und in Firefox 4 voll zur Entfaltung kommen.
Bild: Mozilla
Die Entwickler betonen, dass sie nicht andere Web-Browser nachahmen wollen. Ähnlichkeiten zwischen unterschiedlichen Programmen wie Safari, Chrome und Firefox seien unvermeidlich, da alle Web-Browser-Entwickler versuchten, die gleichen Probleme zu lösen. Ähnlich wie bei Mozilla arbeiten auch die Entwickler des Büropakets OpenOffice daran, die Bedienoberfläche zu überarbeiten.
Siehe dazu auch:
(Andreas Wilkens)
/
(anw)
Ab 22. Mai lockt der LinuxTag 2013 mit 200 Vorträgen und 120 Ausstellern, darunter 70 Open-Source-Projekten, die Besucher nach Berlin. Mehr…
Debian wird auf dem Server für seine Stabilität geschätzt, aber auch Desktop-Nutzer profitieren von dem Konzept alter, aber stabiler Software. Mehr…
Rund 27 Monate hat die Fertigstellung von Debian 7.0 alias Wheezy gedauert. Das Ergebnis ist ein aufgeräumtes und in vielen Details verbessertes Debian, aber keine Revolution. Mehr…
Der Kernel kann SSDs nun als Festplatten-Cache einbinden und Netzwerkverkehr besser auf mehrere CPU-Kerne verteilen. KVM virtualisiert jetzt auch auf der ARM-Prozessoren. Mehr…
"Raring Ringtail" ist wie gewohnt komfortabel und bringt aktuelle Software, aber nur wenige Neuerungen. Mehr…
Nvidias Grafiktreiber unterstützt nun Hybridgrafik. Wie schon in anderen Bereichen hat Nvidia es sich dabei einfach gemacht und abgewartet, bis andere die dazu nötigen Grundlagen geschaffen haben. Mehr…
Linux 3.9 bringt Treiber für neue Grafikchips von AMD und neue WLAN-Chips von Intel sowie Verbesserungen beim Verteilen des Netzwerkverkehrs auf mehrere Prozessorkerne. Mehr…
Namebench hilft bei der Suche nach dem schnellsten Nameserver. Das Python-Tool prüft und vergleicht dabei die Reaktionszeiten mehrerer DNS-Server. Mehr…
CONFIG_EXPERIMENTAL ist abgeschafft. Linux 3.9 beherrscht "Suspend Freeze" und kann Intel-CPUs durch Kurzzeitschlaf drosseln. KVM unterstützt jetzt ARM-Kerne. Mehr…
OpenStack ist eine Open-Source-Software zum Betrieb einer Cloud in Art der Amazon Web Services EC2 und S3. Mehr…
Die Aufregung war groß, als das Senden der Nutzerstatistik in CyanogenMod auf einmal nicht mehr optional sein sollte. Verlangen Entwickler zuviel, wenn sie für kostenlose Software Informationen wollen? Mehr…
Back in Time sichert ausgewählte Verzeichnisse entweder manuell oder automatisiert per Cron-Job. Frühere Versionen von Dateien lassen sich anhand des Sicherungsdatums wiederherstellen. Mehr…