Mit Version 2 soll die dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank MongoDB schneller geworden sein. Das schreibt Eliot Horowitz in einem Blog-Beitrag. Er ist CTO und Mitgründer der Entwicklerfirma 10gen. Ein wirklich großer Versionssprung sei es für die freie Datenbank jedoch nicht: Die Neuerungen entsprächen etwa dem Schritt von 1.6 zu 1.8. Die neue Versionsnummer ergebe sich folglich aus der Addition von 1.8 und 0.2 und nicht etwa aus der Kennzeichnung als entscheidend überarbeiteter neuer Hauptversion.
Im Wesentlichen haben sich die Entwickler auf die Beschleunigung paralleler Anfragen konzentriert. So werden Write-Locks jetzt früher freigegeben. Laut Horowitz ist dies jedoch nur ein erster Schritt zu einer besseren Nebenläufigkeit der Datenbank, für die bislang während eines Page Fault gehaltene Locks eine große Hürde bilden.
Mehr Tempo sollen kleinere Indizes bringen, die häufig komplett in den Speicher passen. MongoDB 2.0 soll sie um rund ein Viertel verkleinert haben. Weitere Änderungen betreffen die Replikation, bei MongoDB "Replica Sets" genannt. Diese Duplikate lassen sich nun mit einer Priorität versehen, die die Reihenfolge der ausliefernden Slaves festlegt. Für einzelne Maschinen oder Regionen des Clusters können Namen vergeben werden, auf die sich die Regeln für das dauerhafte Schreiben der Daten beziehen. So können Administratoren etwa gewährleisten, dass eine Mindestanzahl von Slaves die Informationen erhalten hat, damit sie als persistiert gelten.
Die vollständige Liste der Änderungen findet sich in den Release-Notes. Das in C++ geschriebene MongoDB steht in ausführbaren Versionen für Mac OS X, Windows, Solaris und Linux sowie im Quellcode zum Download zur Verfügung.
(ck)
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