11.08.2011 09:34
Qemu 0.15 bringt volle Xen-Unterstützung
Das Qemu-Projekt hat die Version 0.15 seines System-Emulators freigegeben. Die stand-alone als Desktop-Virtualisier einsetzbare, aber auch von den Virtualisierungslösungen Xen und KVM zur Emulation der Gast-Hardware genutzte Software bietet nun volle Unterstützung für Xen. Da auch der Kernel seit Version 3.0 alle essenziellen Komponenten zur Zusammenarbeit mit dem Xen-Hypervisor mitbringt, erhalten die Distributionen nun fast alles Wichtige zum Aufsetzen eines Xen-Hosts mit Komponenten geliefert, die sie ohnehin einbauen.
KVM kommt diesem Ziel näher: Zwar gibt es schon länger Unterstützung für KVM in Qemu, aber zur Virtualisierung mit dem Kernel-eigenen Hypervisor setzen die Distributoren derzeit typischerweise die Qemu-Abspaltung Qemu-Kvm ein. Zahllose Korrekturen aus dem KVM-optimierten Qemu-Fork sollen aber nun in Qemu eingezogen sein; beide würden jetzt den Kern-Code teilen, daher soll er die selbe Qualität haben. Auch das Threading-Modell von Qemu sei mit dem von Qemu-KVM abgeglichen worden.
Die neue Version bringt zudem Unterstützung für die Architekturen Lattice Mico32 (LM32) und UniCore32. Einige Performance-Verbesserungen gab es bei qemu-img und dem Snapshort-Support von qcow2. Die IDE-Emulation bietet nun Unterstützung für ATA Trim, um Datenträger über freigewordenen Speicherbereiche zu informieren.
Siehe auch:
- Qemu im Software-Verzeichnis
(thl)











