09.03.2010 17:10
English version: Rock it - The first pre-release version of Fedora 13 arrives
Das Fedora-Projekt hat die erste und einzige Alpha-Version der Mitte Mai erwarteten und Goddard genannten Linux-Distribution Fedora 13 zum Download freigegeben – eine Woche später als ursprünglich geplant. Da der Feature Freeze der mit dem Release-Slogan "Rock it" beworbenen Distribution bereits vor einem Monat war, enthält die erste von zwei Vorabversionen bereits jetzt alle größeren Neuerungen, die Fedora 13 bringen soll.
Der Vorabversion von GNOME 2.30 etwa legt Fedora neue Programme zur Benutzerverwaltung sowie zur Farbkalibrierung von Monitor, Scanner und Drucker bei. Verbessert haben die Entwickler auch die Integration von Pulseaudio bei KDE, das in Version 4.4 beiliegt. Wer die Bedienoberfläche von Moblin mag, kann eine Vorabausgabe der Version 2.2 nachinstallieren. Der NetworkManager lässt sich nun auf Wunsch auch über ein Kommandozeilenprogramm steuern und unterstützt den Aufbau von Dial-up-Verbindungen via Bluetooth besser. Bei Bedarf installiert die Distribution nun Druckertreiber und Sprachpakete halb-automatisch nach.
Eine Vorabversion von Linux 2.6.33 dient der Alpha als Kernel; die finale Version wird bereits als Update nachgereicht. Wie bereits berichtet liegt der Distribution eine experimentelle Version des Open-Source-Treiber Nouveau bei, der bei neueren GeForce-Grafikkernen 3D-Unterstützung bietet. Die meisten Python-Programme der Distribution nutzen Python 2.6.4, Python 3.1.1 lässt sich nun parallel installieren ; bei beiden Python-Versionen wurden die Möglichkeiten zum Debugging verbessert.
In vier Wochen will das Fedora-Projekt eine Beta von Fedora 13 freigeben; Ende April erstellt das Projekt einen oder mehrere Release Candidate, die aber nicht so breit verteilt werden wie Alpha und Beta. Wer eine dieser Vorabversionen installiert erhält durch regelmäßiges Updaten den nahezu täglich aktualisierten Entwicklerstand und später den der finalen Version; über spezielle Installation-Medien lässt sich der jeweils aktuelle Entwicklungsstand auch direkt aus dem Internet installieren. Wer bereits einen Vorgeschmack auf Fedora 14 möchte kann zudem von der Alpha auf Fedora Rawhide wechseln, denn dieser Hauptentwicklungszweig von Fedora bereitet mit dem neuen, bei Fedora 13 erstmals angewandten Veröffentlichungsschema bereits mit der Erstellung der Alpha-Version die übernächste Fedora-Version vor.
Unterdessen geht es auf der Haupt-Mailingliste der Fedora-Entwickler derzeit hoch her, denn die Projekt-Teilnehmer diskutieren dort in verschiedenen Threads eifrig über das beste Vorgehen beim Aktualisieren von Software. Dabei geht es unter anderem um administrative Dinge wie ein Zwang zur Erstauslieferung von Updates im Depot "updates-testing", bevor diese als reguläres Update an alle Anwender der jeweiligen Fedora-Version gehen. Zum anderen geht es um die Frage, welche neue Versionen von Anwendungen als Updates für fertige Fedora-Versionen akzeptabel sind und welche erst mit der nächsten Fedora-Version ausgeliefert werden sollten.
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