21. Dezember 2012 05:05

Der Steam-DRM-Irrtum

Spitfire777 schrieb am 20. Dezember 2012 17:02

> [...] DRM kann man gut oder schlecht finden, aber dagegen zu sein,
> dass Valve seine Software + 33 Spiele auf Linux bringt? Verstehe ich
> nicht. Es gibt so viele propritäre Software für Linux und dann motzt
> man ausgerechnet hier rum?

Das mit dem DRM ist ein Missverständnis. Valve bietet mit Steam den
Spieleentwicklern DRM an. Die müssen das aber nicht nutzen. Es gibt
viele Steam-Spiele (unter Windows), die gar kein DRM nutzen. Von den
Spielen, die bisher unter Linux verfügbar sind nutzt meines Wissens
keines DRM. Das schnallen viele nicht. Nochmal: Die Spieleentwickler
entscheiden selbst, ob sie DRM wollen!

Die 33 Spiele gab es bis auf TF2 und Serious Sam 3 übrigens auch
schon vorher für Linux. Das ist also nicht Valves Verdienst sondern
eher der des Humble Indie Bundle. Die haben ca. 80 Spiele auf Linux
gebracht (einen Grossteil davon haben sie übrigens selbst portiert,
im Auftrag).

> Man kann ja auch nicht von jeder Firma verlangen, dass all ihre
> Software free und Open Source ist. Ich selber zahle gerne für gute
> Spiele, aber auch nur für die, die gut sind und die ich haben möchte.

Free und Opensource ist ein Unterschied. Ein Bezahlspiel kann auch
Opensource sein. Doom3 ist opensource (die engine). Damit ist das
Spiel nicht kostenlos. Andere machen das ähnlich und viele
kommerzielle Anbieter arbeiten mittlerweile an den bekannten
opensource Bibliotheken für Spiele mit.

> DRM ist für mich okay, auch wenn ich Leute verstehe, die kein DRM
> mögen.

Kann ich nicht nachvollziehen. Was machst du, wenn du keine
Internetverbindung hast oder wenn der Hersteller auf ein mal nicht
mehr existiert. In allen Bekannten Fällen, wo sowas schon vorgekommen
ist konnten die Leute ihr DRM-geschütztes Zeug in die Tonne kloppen.
Das kann doch nicht ernsthaft in irgendjemandes Interesse sein.

> Die die immer noch gegen Steam auf Linux sind, können ja weiterhin
> den ganzen Tag Tux-Kart spielen :D

s.o.

dakira

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