30. November 2012 03:19

Re: Gemeinsammes PIM-Backend

Olaf Leidinger schrieb am 29. November 2012 15:32

> Naja, ich kann schon verstehen, dass man sich nicht eine weitere
> Abhängigkeit, die nicht zu verachten ist, mit ins Boot holen möchte.

Aber Mono…

> Kein nicht-Qt-Desktop würde Qt als Abhängigkeit zulassen. Außerdem
> bin ich auch nicht sicher, inwiefern es einfach möglich ist, eine
> GTK+-GUI für eine Qt-Basisanwendung zu schreiben. Man denke dabei an
> Ereignisverarbeitung etc.

Das ist Problemlos möglich.
Qt ist ja kein GUI-Framework. Jedenfalls nicht nur. Der GUI-Teil ist
ein eigenständiges Modul von Qt, das man auch weglassen kann.
Und selbst der GUI-Teil von Qt hat keine Probleme damit, GTK-Themes
zu laden.
Die Akonadi-Entwickler haben sogar Referenz-Anwendungen in GTK
geschrieben, um das Zusammenspiel von Akonadi und GTK zu beweisen.
Die KDE-Leute haben auch keine Berührungsängste mit glib.
Wären Qt- und KDE-Entwickler so engstirnig wie die GTK-Welt, wäre
glib auch verpönt, denn glib bietet nichts, das Qt nicht auch alleine
hat.

Plasma-Widgets lassen sich sogar mittels Elightenment Foundation
Libraries schreiben. Aber das ist halt der Mentalitätsunterschied.
KDE-Entwickler sieht was cooles und baut es ein.
GTK-Entwickler sieht was cooles und baut das ganze lieber nochmal
nach. Schau dir Xfce an: Erst war's ein Abklatsch von CDE, aber mit
4.0 wurde Xfce zum Gnome2-Abklatsch. Bedienungsmetaphern und
GUI-Layouts wurden kopiert. Warum auch das Original nutzen, wenn man
das gleiche noch mal machen kann?

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