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5. Februar 2013 04:14

Re: München hat Kosten versteckt

Tafelsilber schrieb am 4. Februar 2013 21:32

> Wenn München annimmt, dass die PCs eh alle 5 Jahre getauscht werden
> und die neu eingestellten Entwickler, dann eh zum allgemeinen
> IT-Personal gehören, also nicht nur Projektbezogen eingestellt
> werden, dann kann man schön die Kosten unter den Gemeinkosten angeben
> und für LiMux sind 0 Euro angefallen!

Beim Umstieg von Windows NT auf LiMux konnte die bestehend Hardware
weiterbenutzt werden (jeder damals NT-taugliche PC konnte auch mit
Linux betrieben werden - deshalb auch 0 Euro migrationsbedingte
Hardwarekosten). Beim Umstieg auf 2000/XP hätte wohl auch ca. die
Hälfte der Rechner ausgetauscht werden müssen - ganz offensichtlich
wurde fairerweise nicht damit gerechnet das *alle* PC ausgetauscht
werden müßten: HW-Kosten / 15000 Arbeitsplätze = 4.7Mio / 15000 = 312
Euro. Dafür hätte man damals sicher keinen kompletten Arbeitsplatz-PC
bekommen.

http://www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/2819522.pdf

Man könnte höchsten bei den Schulungskosten ansetzten: unter der
Annahme das eh jeder ein aktuelles Windows zuhause hat wäre der
Schulungsaufwand bei einer Windows-zu-Windows-Migration
möglicherweise etwas geringer ausgefallen als bei einer
Windows-zu-Linux-Migration. Dies würde aber nur für das reine OS
gelten, wobei noch nicht mal garantiert ist das eine WNT/W95 zu
W2000/XP Schulung günstiger ist als eine Schulung für Linux wenn man
mal davon ausgeht das viele Anwender tatsächlich nur reine Nutzer
sind. Der Großteil der Schulungkosten wurde ohnehin für die
vereinheitlichte Dokumentenverwaltung und den neunen (z.T.
Web-basierten) Fachanwendungen ausgegeben. Diese Kosten sind bei
allen Lösungen dieselben.

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