5. November 2012 21:04

Re: Stichwort Beweislastumkehr

Vanger schrieb am 5. November 2012 16:13

> Die Entscheidung ob Gewährleistung in Anspruch genommen werden kann
> oder nicht ist in aller Regel eine Frage der Beweislastumkehr. Das
> lustige bei der Inanspruchnahme der Gewährleistung ist nämlich die
> Beweislast - denn Beweise können fast nie wirklich geführt werden.

> Ein innerhalb von sechs Monaten nach Kauf auftretender Defekt ist in
> aller Regel vollkommen unproblematisch und es ist so ziemlich egal
> was der Besitzer mit dem Gerät angestellt hat - denn in diesem
> Zeitraum muss der Händler beweisen, dass der Fehler nicht schon
> bereits beim Verkauf bestand. Jeder Händler wird dann auch ein
> gerootetes Smartphone zurücknehmen - andernfalls müsste er ja
> beweisen, dass der Defekt durch das Rooten zu Stande kam, was ihm
> kaum gelingen wird.

Ich glaube der FSFE geht es um Aufklärung der Kunden, die mittels
Garantiezusagen oft geblufft werden. 

Man wirbt mit 2 Jahren Garantie, und verweist darauf, dass diese
erlischt, wenn das Gerät gerootet wird, und hofft, der Kunde kennt
seine Rechte nicht, als da ist: Gewährleistung. 

Und dass der Kunde sich ins Boxhorn jagen läßt und denkt, er ginge
mit dem Rooten seiner Rechte komplett verlustig, bzw. wenn der
Händler/Hersteller entdeckt, dass das Gerät gerootet wurde, dass
damit der Beweis bereits geführt wurde. 


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