23. November 2012 17:49

Zusätzliche Schulungen ...

> > Tja, das wäre unter Windows gar nicht nötig. da gibt es nämlich nicht
> > einen solchen Kraut-und-Rüben Salat an OS und OS Shells ... was nicht
> > gerade für Effizienz durch Vereinheitlichung spricht.

> Noch einmal: Windows ist ein EINZIGES Betriebssystem, von dem es
> lediglich verschiedene Versionen gibt. Linux ist aber kein
> Betriebssystem. CentOS ist ein Betriebssystem, Fedora ist ein
> Betriebssystem, Ubuntu ist ein Betriebssystem.

> Windows steht auf einer Ebene mit Fedora, CentOS oder Ubuntu. Linux
> steht eine Ebene darüber.

Na ja, da haben wir schon einen Unterschied: Über Windows steht dann
ja nichts. Und den gleichen Kernel haben die o.g. "unterschiedlichen"
Programm schon.

Un wenn Ubuntu etc. schon so völlig verschiedenen Betriebssysteme
sind, wieso laufen dann KDE&Co auf all diesen so unterschiedlichen
Betriebssystemen gleichermaßen?

Die Vielfalt der "linuxbasierten" OS macht übrigens die Argumentation
nicht besser.

> Das wäre so wie wenn du sagst "Microsoft
> Betriebssystem", und damit kann auch MS-DOS oder Xenix gemeint sein,
> die nicht mal im Ansatz mit Windows vergleichbar sind.

Die haben schon völlig unterschiedliche Kernels.

> > Die Angestellten User müssen sich also überhaupt nicht umstellen?

> Nicht mehr als wenn die Stadt München morgen beschließt, dass sie
> statt BMW jetzt Audi Dienstfahrzeuge nutzen will. 

Der Vergleich ist aus so vielen verschiedenen Gründen Unsinn, daß ich
nicht weiter darauf eingehe ... .

> > ... und trotzdem verhalten sich System/Anwendungen oft anders, als
> > die Leute es bisher gewohnt sind ...

> Von welchen für Anwendungen sprichst du bitte hier? 

Office z.B.? Die Windows-Anwendungen eben, mit denen sie bisher
gearbeitet haben?

> Die Angestellten
> der Stadt sollen nicht irgendwelche Anwendungen nutzen, das sind
> keine Privatrechner und auch keine Spielecomputer. Sie sollen
> OpenOffice nutzen

anstatt MS Office, und ja, daß verhält_sich_anders.

> und sie sollen einen Browser nutzen (um damit Web
> Services nutzen zu können) 

Firefox unter Linux ist schon ein_wenig anders, als IE unter Windows?

> und alles was sie wissen müssen ist, wie
> man diese Anwendungen startet und wie man zwischen ihnen wechselt

Na ja, vielleicht sollten sie auch noch die Funktionen der
Anwendungen *bedienen* können?

> (wie man sie beendet, müssen sie gar nicht wissen, denn sie sollen
> sie auch gar nicht mehr beenden). Ggf. müssen sie noch in der Lage
> sein einen Dateimanager zu benutzen, um damit Dateien löschen,
> umbenennen oder kopiere zu können. Jeder der mit dem Windows Explorer
> umgehen kann, kann auch mit den Dateimanagern von
> Gnome/KDE/XFce/Unity umgehen.

Das siehst du als IT-Profi zu einfach. Eine Zusatz-Schulung ist hier
auf jeden Fall fällig.

> Das war's dann aber auch schon. Da sind keine anderen Anwendungen,

Keine PIM-Anwendung? Kein Packprogramm? Nur was mir so auf den ersten
Dreh einfällt ... .

> mit denen sie umgehen müssen und sie haben nichts am System
> einzustellen oder umzustellen oder umzubauen.

Tja, also wir richten uns unsere Drucker selber ein, wenn mal ein
andere/neuer kommt; im System vorbereitet sind die Treiber, machen
tun wir es selbst, denn dafür sind IT-Fuzzis einfach zu teuer ... .

> Und wenn sie z.B. nicht
> wissen, wie man für ihren Nutzer einen anderen Desktophintergrund
> einstellen kann, dann wissen sie es eben nicht und behalten halt den
> Standardhintergrund, und? Ein eigener Desktophintergrund ist nicht
> notwendig, damit sie ihre Arbeit erledigen können. Sie müssen auch
> nicht das Farbschema umstellen können oder ihre Startleiste anpassen
> oder sonst irgend etwas machen, für das man auch nur das geringste
> Linux Wissen benötigen würde.

Es geht gar nicht um das Wissen, sondern um die Gewöhnung, an das
"look-and-feel"! Denn davon sind die meisten User derart abhängig, du
machst dir keine Vorstellung.

[...]

> > Und wenn die Leute, wieder zu 90%, mit dem MS Explodierer
> > aufgewachsen sind?

> Dann können sie Firefox auch bedienen.

> Ich habe noch nie einen Nutzer
> gesehen, nicht einmal den größten DAU, der in IE eine Internetseite
> öffnen kann, das aber in Fx nicht hinbekommt.

Er muss nicht nur "das Öffnen einer Internetsite" "hinbekommen", er
muss sämtliche relevanten Funktionen von Firefox genau so sicher und
schnell bedienen können, wie in IE.
Und dafür *ist* beim Durchschnitts-user eine Schulung fällig.

> Jeder Browser hat eine
> Art Adressleiste und viel mehr als dort eine Adresse einzugeben
> braucht man nicht. 
> Wahrscheinlich nicht mal das, weil die Stadt
> bereits ihre eigene Startseite als Startseite voreingestellt hat und
> die wiederum auf alles verlinkt, auf das du so zugreifen können
> musst. Und mehr als Webseiten damit öffnen musst du nicht können,
> alles andere ist optional und nicht notwendig um deine Arbeit
> verrichten zu können.

Woher willst du wissen, welche Funktionen für welche Arbeiten
ausserdemnoch gebraucht werden? - Überhaupt, wenn du alles so strikt
vorgeben willst, ist der Administrierungsaufwand um so höher.

> > Und wenn sie noch nie "Firefox" oder "OO" verwendet haben

> 1. s.o. kannst du in einem Browser Webseiten öffnen, schaffst du das
> in jedem Browser. Mehr Bedienung ist gar nicht notwendig.

"Schaffen"? - Du hast keine Ahnung, es gibt User, die scheitern
daran, daß das Bediensymbol/Icon für das Öffnen an einer anderen
Stelle sitzt, oder es anders aussieht.

> 2. Die Leute wurden vorher auf MS Office geschult, weil viele auch MS
> Office nicht kannten, bzw. nur einfachste Texte damit geschrieben
> haben und von professioneller Benutzung Meilen weit entfernt waren
> (und ich denke diese Schulungen waren verpflichtend, selbst wenn du
> glaubst der größte MS Office Nerd der Welt zu sein). Jetzt werden sie
> eben auf OO geschult, macht keinen Unterschied, weder von der Zeit,
> noch von den Kosten.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob du bestimmte erweiteret
Funktionen richtig nutzen lernst, oder überhaupt erst mal mit einer
ganz anderen Bedienoberfläche anfangen musst.

> > Falsch. Mit dem MS Kram ist praktisch jeder heutige PC-Nutzer
> > aufgewachsen.

> Das ist egal, s.o., Schulung ist verpflichtend,

Sie würde bei OO&CO länger dauern, weil tiefer ansetzen müssen.

Nicht umsonst werden explizit Schulungen für die Migration von MS
Office zu OO angeboten ...

> weswegen die
> Tatsache, dass du MS Office vielleicht schon kennst, weder zu einer
> Zeit noch zu einer Kostenersparnis führt.

... und deshalb würde es Zeit&Kosten sparen.

Gruss,
   TecDoc

Anzeige