16. November 2012 10:44

… und Skype kann auch noch immer kein IPv6

Und das ist tatsächlich ein zunehmend schwerwiegendes Problem!

Auch wenn es so mancher hier nicht wahrhaben möchte und (meinetwegen
gerne, solange er in seinen Netzen ausreichend Adressen zur Verfügung
hat,) nur IPv4 einsetzen möchte, so existieren doch inzwischen Netze
und Einsatzzwecke, wo IPv4 drastisch knapp wird und wo ein Umstieg
auf „Dual Stack“ keine sinnvolle Wahl ist!

Hier steht man jetzt vor der Frage, ob man IPv6 zusammen mit mit
einem – meist verbunden mit doppeltem IPv4-NAT – Carrier Grade NAT
einsetzt, oder man den Anwendern Lösungen zur Verfügung stellt, die
IPv4-Ziele durch synthetisierte IPv6-Adressen erreichbar machen
(Stichwörter: NAT64/DNS64). Vorteil dabei: statt Dual Stack muss nur
noch ein Protokoll, IPv6, im Bereich des Anwenders administriert
werden.

Dies kann wunderbar funktionieren, wenn alle Anwendungen ihre
notwendige IPv4-Konnektivität über IPv6 erreichen können. Dazu müssen
alle Anwendungen aber auch IPv6 sprechen können und Skype ist die
vermutlich populärste Software, die dies noch nicht unterstützt!
Microsoft blockiert hier vielerorts entscheidend den Rollout für
IPv6-only-Netze, die oftmals einen geringeren administrativen Aufwand
versprechen würden, als ein Dual-Stack-Betrieb in Verbindung mit
IPv4-basierten NAT-Lösungen.

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