Samsung-TVs: Smart, aber unsicher
21.12.2012
Millionen Menschen haben einen Computer im Wohnzimmer – und wissen es nicht: In modernen TV-Geräten stecken leistungsfähige Prozessoren, damit die Bedienung von Apps und der Zugriff auf Webdienste leicht von der Hand gehen. Das Thema Sicherheit kommt dabei jedoch offenbar noch viel zu kurz, wie der Sicherheitsexperte Lee SeungJin herausfand. Er knöpfte sich die weit verbreitete SmartTV-Plattform von Samsung vor und entdeckte dabei allerlei Sicherheitsprobleme.
Es fängt damit an, dass sämtliche Apps mit Root-Rechten laufen. Die Sandbox ist auch nicht besonders robust, in den APIs – die unter anderem einen Zugriff auf Kamera und Mikro des Fernseher gestatten – fand er rund zehn Sicherheitslücken. Darüber hinaus beschreibt der Sicherheitsexperte weitere potenzielle Angriffswege wie speziell präparierte USB-Sticks, das TV-Signal und sogar Infrarot-Fernbedienungen.
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.