Schwächen von MD5
Daniel Bachfeld - 22.12.2004
Mitte September sorgten Meldungen über Schwachstellen in Kryptoalgorithmen unter Kryptoexperten für Verunsicherung. Beachtung fand insbesondere die von den Wissenschaftler Joux und Wang beschriebene Möglichkeit, eine Vielzahl von Kollisionen für den Hash-Algorithmus MD5 zu berechnen. Damit könnte sich eine Möglichkeit ergeben, Daten so zu manipulieren, dass der Hash-Wert gültig bleibt. Dann wären Fingerprints von Dateien, Zertifikaten und Schlüsseln nicht mehr vertrauenswürdig. Dan Kaminsky geht im vorliegenden Papier auf die Konsequenzen dieses Problems ein und demonstriert, wie sich mit dem Tool stripwire aus verschiedenen Zeichenketten gleiche Hash-Werte erzeugen lassen. Eine Diskussion zu Kaminskys Veröffentlichung ist auf Bugtraq zu finden.
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.