Speicherverwürfelung ausgetrickst
24.01.2013
Moderne Betriebssysteme verwürfeln alle Speicheradressen (Address Space Layout Randomisation, ASLR); unter anderem landen etwa nachgeladene Bibliotheken an zufälligen Offsets im Speicher. Somit genügt es nicht, einen Pufferüberlauf etwa im Browser zu finden und so den Instruction Pointer zu kontrollieren, um eigenen Code auszuführen. Dem Exploit-Schreiber stellt sich die Frage: Wohin will ich eigentlich springen?
Kingcope demonstriert einen erstaunlich simplen Trick, mit dem er dafür sorgen kann, dass etwa eine DLL an eine bestimmte, ihm bekannte Speicheradresse geladen wird. Mit etwas JavaScript-Code belegt er zunächst sämtlichen Speicher des Systems. Den gibt er dann stückweise wieder frei – und zwar solange, bis die zum Start eines Active-X-Controls erforderlichen DLLs gerade so reinpassen. Damit wird die DLL an eine vorhersagbare Adresse geladen und der Exploit-Schreiber kann die dort vorhandenen Code-Fragmente gezielt anspringen.
- Attacking the Windows 7/8 Address Space Randomization, von Kingcope
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