13.01.2009 10:41
Anbieter von Anti-Zensur-Tools bieten Nutzerdaten zum Verkauf an
Anbieter von Software, mit denen Internetnutzer die "Große Firewall" in China und andere Internetsperren umgehen können, beobachten das Surf-Verhalten der Nutzer und bieten die gespeicherten und aufbereiteten Daten zum Verkauf an. Das schreibt Hal Roberts vom US-amerikanischen Berkman Center for Internet & Society. Allgemeine, zusammengefasste Daten über die Popularität von Webseiten bei Websurfern, die diese Tools nutzen, sind bei Edoors.com frei verfügbar. Das sei nicht weiter verfänglich. Darüber hinaus bietet die Website aber auf Nachfrage gegen Bezahlung detaillierte Daten an, wie der FAQ-Seite zu entnehmen ist. Dort heißt es, die angebotenen Daten seien geeignet, einzelne Nutzer zu identifizieren und müssten vertraulich behandelt werden. Daher würden sie nur nach einer genauen Überprüfung des Interessenten herausgegeben.
Die drei Tools, mit denen Internet-Zensur umgangen werden kann und mit deren Hilfe die Nutzerdaten gesammelt werden, sind demnach DynaWeb FreeGate, GPass und FirePhoenix, das von Edoors.com selbst angeboten wird. Die Anwender werden während ihrer Internet-Touren über Proxy-Server geleitet, aus den dort erstellten Log-Dateien die Nutzerdaten gewonnen. Solche Daten zu verkaufen sei ähnlich, als wenn ein Internet Service Provider die Browser-Chronik von Nutzern anböten, kritisiert Roberts. Hinzu komme, dass die Daten von Nutzern, die Sperren umgehen, brisanter seien als Daten von gewöhnlichen Internet-Surfern.
Alle Daten, die gespeichert werden, könnten potenziell durch Sicherheitslücke an Unbefugte gelangen und missbraucht werden, meint Roberts. Daher sollten sie gar nicht erst gespeichert werden. Darüber hinaus wiesen die Anbieter der drei Tools keine Datenschutzbestimmungen auf. Die Nutzer würden bei der Installation der Software auch nicht darüber aufgeklärt, dass ihr Verhalten aufgezeichnet wird. Roberts meint, die Praxis der Anbieter dieser Tools gehe über jene von kommerziellen Beobachtern von Nutzerverhalten wie Phorm oder NebuAd hinaus, da diese wenigstens eine Anonymisierung der Nutzerdaten versprächen. (Andreas Wilkens)
/
(anw)
Ein Einstieg in die Analyse des Blackberry Z10 und des neuen Blackberry OS.
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Ganze zwölf Sicherheitslücken soll die neue Quicktime-Version für Windows beseitigen - allesamt kritischer Natur.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.