01.08.2008 09:49
Alert! Apple schließt Schwachstelle in DNS-Server unter Mac OS X
Apple hat das Security Update 2008-005 für Mac OS X v10.4.11, Mac OS X Server v10.4.11, Mac OS X v10.5.4 und Mac OS X Server v10.5.4 veröffentlicht, das unter anderem die Cache-Poisoning-Schwachstelle für rekursive Nameserver beseitigt. Unter Mac OS X 10.4.11 wird BIND dabei auf Version 9.3.5-P1 aktualisiert, unter Mac OS X 10.5.4 auf Version 9.4.2-P1. Apple hat sich mit der Herausgabe des Updates für BIND mehr als drei Wochen Zeit gelassen, obwohl der offizielle Patch für BIND bereits seit mehr als drei Wochen zur Verfügung steht. Apple hielt es nicht einmal für nötig, eine Warnung an seine Kunden herauszugeben.
Anwender sollten das Update nun sobald wie möglich installieren, um ihre Server gegen die bereits statt findenden Angriffe zu immunisieren. Dies gilt auch für die Clients, die prinzipiell ebenfalls verwundbar sind, derzeit aber noch nicht im Fokus der Attacken stehen. Zwar gibt es laut ISC mit P1 unter Umständen Leistungseinbußen, ein langsamer Server ist einem verwundbaren aber vorzuziehen. Das ISC will bis Ende dieser Woche P2 für BIND nachlegen, der die Performance-Probleme lösen soll. Bleibt abzuwarten, wie lange Apple dann mit der Auslieferung warten wird.
Neben dem Nameserver-Problem behebt des Update noch weitere Fehler. Dazu gehören kritische Lücken in PHP 5.2.5, das aber nur in Leopard mitgeliefert wird, sowie QuickLook, OpenSSL, CarbonCore und CoreGraphics. Die Fehler in CoreGraphics ermöglichen Angreifern etwa mit präparierten PDF-Dokumenten Code in ein System zu schleusen und zu starten. Bei QuickLook funktioniert solch ein Angriff mit manipulierten Office-Dokumenten. Apple schließt mit dem Update zudem die Lücke in der Open Scripting Architecture in Zusammenhang mit dem ARDAgent, die es potenziellen Angreifern erleicherte, an Root-Rechte auf einem System zu gelangen.
Darüber hinaus bügelt das Update weniger kritische Fehler in rsync, OpenLDAP, Disk Utility und der Data Detectors Engine aus, die meist nur zum Absturz des Systems führen. Das Update steht zum Download bereit und ist je nach Zielplattform zwischen 65 und 143 MByte groß.
Siehe dazu auch:
- About Security Update 2008-005, Fehlerbericht von Apple
- ISC statement about BIND9's recent -P1 releases, Stellungnahme von Paul Vixie
- DNS Attack Writer a Victim of His Own Creation , Bericht von PC World
- Telekom hinkt mit DNS-Sicherheitspatch hinterher
- Apple ohne Patch für DNS-Lücke
- Erste Angriffe auf Nameserver beobachtet
- Exploits für DNS-Schwachstellen veröffentlicht
- Details zum DNS-Sicherheitsproblem veröffentlicht
- Massives DNS-Sicherheitsproblem gefährdet das Internet
(dab)
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.