23.02.2012 19:08
Avira fraß Mail: Auch Unix-Produkte betroffen Update
Ein fehlerhaftes Signatur-Update sorgte am vergangenen Mittwoch (22.2.) dafür, dass der Mail-Scanner Avira AntiVir Exchange eingehende Nachrichten unüberprüft in den "Badmail"-Bereich verschob. Bei entsprechender Konfiguration informierte die Software den Administrator zwar per Mail über diesen Umstand; die Korrektur mussten die Betreiber allerdings per Hand vornehmen. Die Avira-Wissensdatenbank bietet mittlerweile eine Anleitung zur Behebung des Missstands.
In einer Stellungnahme gegenüber den betroffenen Firmenkunden entschuldigte sich Avira-CTO Sascha Beyer für das Malheur. Eine Analyse des Zwischenfalls habe die Quelle für das Versagen offengelegt: Ein Hardware-Fehler im Hauptverteiler der Signaturen hatte eine der Virendefinitionsdateien beschädigt. Dies hatte der nachgeschaltete Kompatibilitätstest übersehen, weil die dort eingesetzten Windows-Produkte beschädigte Dateien ignorieren können. Auf Aviras Anti-Malware-SDK SAVAPI aufsetzende Produkte wie AntiVir Exchange besitzen diese Funktion hingegen nicht.
Aus der Stellungnahme geht weiter hervor, dass nicht nur AntiVir Exchange betroffen ist, sondern auch die Unix-Produkte Avira AntiVir MailGate, AntiVir MailGate Suite, AntiVir WebGate sowie WebGate Suite und alle Produkte von Drittenabietern, die auf SAVAPI aufsetzen. [Update] Avira zufolge haben sich MailGate-Installationen ab Version 3.2 nach Veröffentlichung der korrigierten Definitionen automatisch wieder "gefangen"; bei älteren Revisionen muss der Administrator tätig werden. Aktuell ist die Revision 3.2.1.26-0. [/Update]
Administratoren der betroffenen Produkte sollten den Badmail-Ordner ihrer Installationen überprüfen und dorthin fehlsortierte Mails wiederherstellen.
(ghi)
Cross-Site-Scripting (XSS) ist eine der größten Plagen, mit denen Webmaster zu kämpfen haben. Der neue Standard "Content Security Policy" soll endlich Abhilfe schaffen.
Wie schwer ist es, einen Hotelsafe zu knacken? heise Security hat es spontan ausprobiert – mit einem überraschenden Ergebnis.
Die Weboberfläche zur Verwaltung von ProLiant- und Integrity-Servern enthält eine kritische Sicherheitslücke.
Eine Lücke, viele Updates: Adobe hat ein kritisches Sicherheitsloch gestopft und neue Flash- und Air-Versionen für sämtliche Plattformen veröffentlicht.
Am Juni-Patchday hat Microsoft zahlreihe Lücken in Windows, Internet Explorer und Office geschlossen. Eine Rechteausweitungslücke, für die bereits ein Exploit im Netz kursiert, hat die Redmonder Softwareschmiede dabei jedoch offenbar ausgelassen.