08.11.2012 00:07
BSI warnt vor Abzocke mit Windows 8
Online-Betrüger missbrauchen das Interesse am gerade eingeführten Windows 8 für Phishing-Angriffe und zur Verbreitung von gefälschten Antivirenprogrammen (FakeAV), warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Betrüger betreiben etwa Phishing-Seiten, auf denen ein kostenloser Windows-8-Download gegen nach Angabe vertraulicher Daten versprochen wird. Darüber hinaus kursiert bereits falsche Antiviren-Software ("FakeAV"), die als kostenlose Virenwächter für Windows 8 angepriesen wird. Nach der Installation täuschen die vermeintlichen Schutzprogramme Schädlingsinfektionen vor und drängen den Nutzer zum Kauf.
Grundsätzlich können Windows-8-Nutzer auch in Sachen Schadsoftware nicht mit einer Schonfrist rechnen: Die nötigen Veränderungen eines Schädlings an die Betriebssystemversion seien oft marginal, so dass die Anpassung sehr schnell erfolgen kann und keine Neuentwicklung nötig ist, heißt es beim BSI. Schadsoftware, die keine Schwachstelle in Programmen ausnutzt, sondern zum Beispiel als Mailanhang vom Internetnutzer selbst ausgeführt werden muss, könne in der Regel ohnehin die verschiedensten Windows-Versionen angreifen.
Anders als bei den Vorgängerversionen sind Windows-8-Nutzer Schädlingen aber nicht mehr schutzlos ausgeliefert, wenn sie vergessen, einen Virenscanner zu installieren. Denn in Windows 8 ist bereits ein Schutzprogramm namens Windows Defender integriert. "Für den Privatanwender ist der hierdurch bereitgestellte Schutz in der Regel ausreichend", urteilt das BSI. Beim Windows Defender handelt es sich im Wesentlichen um Microsoft Security Essentials, ein Virenscanner, der bei den bisherigen Windows-Versionen kostenlos nachinstalliert werden kann.
Weiteres zu den Schutzfunktionen von Windows 8 finden Sie in der aktuellen c't:
(mit Material von dpa) / (rei)
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