31.01.2013 17:30
BSI warnt vor virenverseuchten ELSTER-Steuerbescheiden
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor E-Mails, die einen vermeintlichen ELSTER-Steuerbescheid als Anhang enthalten. Die gezippte Datei "Elster.exe" aus dem Anhang sollte auf keinen Fall ausgeführt werden, da es sich um eine Schadsoftware handelt. Bisher bekannte Absenderadressen sind: finanzamt-online@elster.de, online@elster.de, einkommensteuerbescheid@elster.de, Steuerverwaltung@elster.de.
Die unbekannten Versender der Virenmail behaupten, dass "von Ihrem Finanzamt bzw. Ihrer Steuerverwaltung über das Verfahren ELSTER eine verschlüsselte Zip-Datei zur Abholung bereitgestellt" wurde. Unterzeichnet ist die E-Mail mit "Ihr Finanzamt / Ihre Steuerverwaltung". Elektronische Steuerbescheide werden aber nicht per E-Mail verschickt: Um diese zu empfangen benötigt man spezielle Software.
Auch gefälschte Mails im Namen der Lufthansa sind laut dem Security Blog Naked security des Sicherheitsdienstleisters Sophos im Umlauf. Die Mails sind als Reiseinformationen getarnt und enthalten einen Anhang namens “PDF.exe“. Weniger versierte Nutzer könnten diesen für ein PDF-File halten und versuchen ihn zu öffnen. Die Schadsoftware richtet daraufhin eine Backdoor ein..
Ähnlich gehen Kriminelle im Namen von IKEA vor: Angebliche E-Mail-Rechnungen des schwedischen Möbelhauses enthalten Attachments mit Schadsoftware. IKEA warnt auf seiner Website vor diesen Mails und weist darauf hin, dass es keine Rechnungen per E-Mail verschicke.
(gil)
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.