12.08.2010 12:20
Botnet greift SSH-Server an
Der Bot dd_ssh sorgt mehreren Berichten zufolge (hier und hier) derzeit für eine erhöhte Anzahl von Brute-Force-Angriffen auf SSH-Zugänge. Botnet-Betreiber schleusen das Script offenbar über eine phpMyAdmin-Lücke in das System ein und nutzen den gekaperten Rechner anschließend gezielt für SSH-Attacken. Die Lücke ist bereits ein Jahr alt und betrifft nur die überholten phpMyAdmin-Versionen 2.11.x vor 2.11.9.5 sowie 3.x vor 3.1.3.1.
Durch den Einsatz eines großen Botnets mit einer Vielzahl IPs können Botnetzbetreiber sogar unter dem Radar der Filterlösungen fliegen, wenn von jeder IP eines Bots nur wenige Login-Versuche ausgehen. Somit wird der Schwellenwert nicht erreicht, ab dem die Filter blocken. Schützen kann man sich am ehesten mit gemeinschaftlichen Blacklists aus der Cloud, die man mit Scripten wie DenyHosts automatisiert importiert. Grundvoraussetzung ist allerdings ein sicheres – wenn auch unbequemes – Passwort.
(rei)
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.