25.05.2011 12:15
Erneut Comodo-SSL-Registrar gehackt
ComodoBR, brasilianischer Partner des Zertifikatsherausgebers Comodo, ist offenbar einem Angriff zum Opfer gefallen. Dabei wurden per SQL-Injection Teile der Datenbank ausgelesen, darunter Daten von Kunden und deren eingereichte Zertifikatsanträge.
Die Anträge enthalten zwar keine für Angreifer missbrauchbaren Informationen, dennoch handelt es sich um ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem, denn die Datensätze enthielten auch Zugangsdaten von Mitarbeitern von ComodoBR. Ob sich ein Unbefugter damit eigene Zertifikate hätte ausstellen können, ist allerdings unklar. Im März gelang es einem Hacker, sich durch eine Schwachstelle in den Servern eines italienischen Comodo-Partners mindestens ein Zertifikat für eine bereits existierende Domain auszustellen. Die Browser-Hersteller mussten daraufhin ein Update zum Sperren der Zertifikate verteilen.
Bei dem aktuellen Angriff hat der Hacker nach eigene Angaben prüfen wollen, wie es um die Sicherheit weiterer Comodo-Partner bestellt ist. Das Python-Tool sqlmap half ihm beim Finden der SQL-Injection-Schwachstellen, wie auf auf Pastebin dokumentiert. Mit der URL
https://www.comodobr.com/comprar/compra_codesigning.php?prod=8 UNION ALL SELECT 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14 -- -
gelang es ihm nach eigenen Angaben, die Tabellen der Datenbank auszulesen.
Comodo betont, dass die eigene Sicherheit durch den Angriff nicht bedroht war. Reseller und Partner hätten keinen Zugriff auf die Datenbanken.
(dab)
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.