19.01.2013 17:02
Hohe Preise winken für neue Exploits
Ging es im vergangenen Jahr bei dem Pwn2own-Wettbewerb noch ausschließlich um Browser, haben die Veranstalter von TippingPoint die Ziele diesmal weiter gefasst: Neben den bisherigen Kandidaten Chrome, Internet Explorer, Firefox und Safari sollen Hacker Adobes Reader XI, den Flash-Player aus demselben Haus und Oracles Java-Plug-in auf bislang unbekannte Lücken untersuchen.
HewlettPackard, zu dem die Sicherheitsfirma TippingPoint gehört, sponsort den Wettbewerb gemeinsam mit Google. Insgesamt gibt es für aufgedeckte Sicherheitslücken 560.000 US-Dollar. Am lukrativsten ist die Suche in Googles Chrome und im Internet Explorer 10: Der Entdecker einer unbekannten Schwachstelle darin erhält jeweils 100.000 Dollar. Es folgen IE 9 (75.000), Adobe Reader XI und Flash (je 70.000), Safari (65.000) und Firefox (60.000). Das Schlusslicht bildet Java: Wer dafür einen neuen Exploit findet, bekommt 20.000 Dollar. Angesichts einiger kürzlich bekanntgewordener Java-Schwachstellen witzelte der Sicherheitsfachmann Kostya Kortchinsky, es gäbe "20.000 Dollar für lau".
Die Reihenfolge der Teilnehmer wird ausgelost. Das Preisgeld erhält derjenige, der innerhalb von 30 Minuten als erster eine neue Lücke in der Zielanwendung findet. Alle Details zu der Schwachstelle muss er anschließend dem Veranstalter überlassen, der sie an den jeweiligen Software-Hersteller weiterleitet. Über diesen Aspekt hatte es 2012 einen Streit mit Google gegeben: Es zog sich als Sponsor zurück, da dieser Zugang zu Informationen damals nicht garantiert war. Stattfinden wird Pwn2own 2013 vom 6. bis 8. März auf der Konferenz CanSecWest im kanadischen Vancouver.
(ck)
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