06.08.2007 12:57
Kostenloser Online-Virenscanner von Eset
Der Hersteller der Antivirenlösung NOD32, Eset, will am heutigen Montag die Betaphase seines Online-Virenscanners beenden und die finale Version bereitstellen. Der Online-Virenscanner basiert auf ActiveX, soll ab dem Internet Explorer 5 lauffähig sein und den Rechner auf alle Arten von Schädlingsbefall untersuchen und diesen auch entfernen können.
Der Online-Virenscanner von Eset untersucht den Rechner auf Schädlingsbefall und entfernt ihn auf Wunsch.
Auf der Webseite kann man die kostenlose, etwa 15 MByte umfassende Software im Internet Explorer installieren, Modembesitzer müssen sich also ein wenig gedulden. Vor dem Suchlauf fragt der Online-Scanner beim Anwender nach, ob er gefundene Schädlinge entfernen und nach möglicherweise unerwünschten Anwendungen suchen soll. Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht.
Bei der Untersuchung des Rechners geht der Online-Virenscanner recht zügig zu Werke. Laut Eset nutzt der Scanner die Erkennungstechnik von NOD32, um bekannte und noch unbekannte Schadsoftware zu entdecken. In vergangenen c't-Virenscannertest fiel NOD32 insbesondere durch seine gute heuristische Suche auf (siehe auch den Virenscannertest im aktuellen c't-Sonderheft Security).
Online-Virenscanner für den Webbrowser stellen zahlreiche Antivirenhersteller zur Verfügung. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, seinen Rechner gelegentlich mit einem solchen On-Demand-Scanner auf Schädlingsbefall zu untersuchen, der von einem anderen Hersteller stammt als die installierte Antivirenlösung. Möglicherweise könnte der installierten Antivirenlösung etwa aufgrund veralteter Signaturen ein Schädling durchgerutscht sein.
In den ActiveX-basierten Online-Scannern haben Sicherheitsexperten allerdings ab und zu Schwachstellen gefunden, durch die Angreifer mit manipulierten Webseiten beliebigen Programmcode auf die Rechner betroffener Nutzer schleusen konnten. So waren unter anderen etwa die Online-Virenscanner von Panda, CA oder Symantec in der Vergangenheit von solchen Schwachstellen betroffen. Nach einer Systemüberprüfung mit einem ActiveX-basierten Scanner sollte man daher die Software wieder deinstallieren, was bei der Eset-Lösung über den Produkteintrag in der Softwareverwaltung in der Systemsteuerung funktioniert.
Wer lieber keinen ActiveX-basierten Online-Virenscanner einsetzen möchte, kann auf alternative On-Demand-Scanner zurückgreifen, die einige Antivirenhersteller anbieten. Trend Micro stellt mit HouseCall etwa eine auf Java basierende Lösung bereit, die nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux läuft. Ganz ohne Webbrowser und Installation läuft Trend Micros Damage Cleanup Engine (sysclean.com) mit einer aktuellen Pattern-Datei, die die Signaturdatenbank enthält. Auch bei ClamWin handelt es sich um einen reinen On-Demand-Scanner, den man zum Einholen einer zweiten Meinung bei einem Verdacht auf Schädlingsbefall nutzen kann. Die kostenlose Bitdefender-Free-Version installiert ebenfalls lediglich einen On-Demand-Virenscanner.
(dmk)
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