News-Meldung vom 21.01.2012 17:17
Bis April 2013 wollen die Kreditkarten-Unternehmen Visa und Mastercard auch in den USA Kreditkarten mit EMV-Chip für Bargeldabhebungen und bargeldlose Zahlungen in Geschäften einführen. Bislang sind dort nur Karten mit Magnetstreifen gebräuchlich, die sich leicht kopieren lassen. Der von Europay, Mastercard und Visa entwickelte EMV-Standard schützt dagegen wirksamer vor der Duplizierung. Kriminelle können mit ihrer Skimming-Hardware an Geldautomaten derzeit nämlich nur Magnetstreifen und die dazugehörigen PINs abgreifen.
Mit der Einführung der EMV-Chips wollen die US-Kreditkarten-Unternehmen die ausufernden Skimming-Fällen eindämmen, durch die sich die Firmen starke Verluste einhandeln. In Deutschland hat sich die Einführung der EMV-Chips im Jahr 2011 bereits deutlich ausgewirkt: Laut Euro Kartensysteme sind im Jahr 2011 rund 45 Prozent weniger Kartendaten als im Vorjahr mit Hilfe manipulierter Geldautomaten gestohlen worden.
Die späte Einführung der EMV-Chips in den USA sieht die dortige Kreditwirtschaft durchaus als Vorteil: Auf diese Weise könne man von den Erfahrungen in Europa profitieren und damit Kosten bei der Umstellung sparen.
(db)
English Version: Credit cards with EMV chips coming to the US
Version zum Drucken | Per E-Mail versenden
Permalink: http://heise.de/-1418755
Kein Themen-Forum
Mehr zum Thema Skimming Visa Kreditkarten Mastercard