16.01.2012 17:35
Alert! Linux-Entwickler beheben selbstgemachtes Netzwerkproblem
Die Linux-Kernel 3.0.17, 3.1.9 und 3.2.1 beseitigen ein Problem bei der Behandlung von IGMP-Paketen, die sich mit den Updates in Linux 2.6.36 eingeschlichen haben. So konnten parallel ankommende Pakete der Protokollversionen IGMPv2 und v3 einen Systemabsturz via Kernel-Panic verursachen.
Simon McVittie meldete am 6. Januar in der Debian-Fehlerdatenbank seltsame Abstürze seines Linux-Notebooks. Als Ursache hat dann der Debian-Entwickler Ben Hutchings eine Division durch 0 ausgemacht, die bei IGMP-Paketen mit einer Maximum Response Time von 0 auftreten kann. Als Resultat lassen sich Linux-Systeme mit einer Kernel-Version ab 2.6.36 über spezielle IGMP-Pakete recht einfach übers Netz abschiessen, wenn sich dort ein Programm für den Empfang von Multicast-Paketen registriert hat. Typische Beispiele für solche Programme sind etwa der mDNS-Server avahi oder Media-Player, die wie VLC RTP unterstützen.
Aktive Angriffe sollten eigentlich nur innerhalb von lokalen Netzen möglich sein, da IGMP-Broadcasts normalerweise nicht über Netzwerkgrenzen hinweg geroutet werden. Hutchings weist allerdings darauf hin, dass mit speziellen Unicast-Paketen auch ein Angriff übers Internet möglich sein könnte, falls diese nicht von einer Firewall blockiert werden. Nachdem der Fix jetzt veröffentlicht wurde, dürften die Distributoren bald aktualisierte Kernel-Pakete anbieten, die dafür nicht mehr anfällig sind.
Über das Internet Group Management Protocol können Rechner in einem Netz Multicast-Router finden, um etwa Video-Streams zu empfangen. Bei einem Multicast wird ein solcher Video-Stream nicht für jeden Empfänger einzeln übers Netz geschickt, sondern jeweils gemeinsam für bestimmte Gruppen. IGMP dient der Verwaltung dieser Gruppen und ist Bestandteil von der Protokoll-Suite IPv4.
(ju)
Ein Einstieg in die Analyse des Blackberry Z10 und des neuen Blackberry OS.
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Ganze zwölf Sicherheitslücken soll die neue Quicktime-Version für Windows beseitigen - allesamt kritischer Natur.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.