14.02.2013 10:29
Alert! Soforthilfe gegen kritische Reader-Lücken
Wer mit den aktuellen Versionen des Adobe Reader ein PDF-Dokument öffnet, läuft Gefahr, sich einen Schädling einzufangen. Adobe warnt in einem Advisory vor kritischen Zero-Day-Lücken in seinem PDF-Anzeigeprogramm, die bereits aktiv von Cyber-Kriminellen für Angriffe missbraucht werden. Die Schwachstellen fielen auf, als die Sicherheitsforscher von FireEye eine in den Umlauf gebrachte PDF-Datei untersuchten.
Das speziell präparierte PDF-Dokument nutzt offenbar gleich mehrere Sicherheitslöcher aus, um beim Öffnen einen Schädling auf dem System zu platzieren; Adobe gibt in seinem Advisory zwei CVE-Nummern an. Betroffen sind laut dem Hersteller neben den aktuellen Reader-Versionen auch die aktuellen Ausgaben von Acrobat für Windows und Mac OS X. Ein Patch ist bereits in Arbeit. Wann dieser erscheint, steht derzeit noch nicht fest.
Adobe empfiehlt Windows-Nutzern, die geschützte Ansicht für "Dateien mit potenziell unsicherem Ursprung" zu aktivieren.
Wer die XI-Version (11.x) von Acrobat oder Reader unter Windows nutzt, kann sich laut Adobe bis dahin damit behelfen, indem er die Geschützte Ansicht aktiviert. Im Reader befindet sich diese Option unter Datei\Bearbeiten\Voreinstellungen\Sicherheit (erweitert). Die PDF-Dokumente werden dann in einer Sandbox geöffnet.
Alternativ kann der Nutzer freilich auch zu einem anderen PDF-Viewer greifen. Wer ohnehin Google Chrome auf seinem Rechner hat, kann ihn mit einem kleinen Trick auch als Standard-Anzeigeprogramm für PDFs einspannen.
(rei)
Unsere Entdeckung, dass via Skype verschickte URLs von Microsoft besucht werden, hat für einigen Aufruhr gesorgt. Mittlerweile liegen etwas mehr Informationen dazu auf dem Tisch.
Die aktuelle BKA-Trojaner sperrt nicht nur den Rechner, sondern legt auch Bilder mit Kinderpornografie auf dem System ab. Mit Desinfec't kann man diesen Unrat aufspüren und beseitigen.
Der Krypto-Experte Karsten Nohl kritisiert die Absenkung des Schutzniveaus für Steuer-, Sozial- und Gerichtsdaten im Rahmen der gesetzlichen Anpassungen für De-Mail.
Wer verhindern will, dass Nutzer auf fremde Kalender zugreifen oder eigenen PHP-Code in den Server einschleusen, sollte baldmöglichst auf eine der aktuellen Versionen umsteigen.
Die Mozilla-Entwickler haben zahlreiche Sicherheitslöcher in Firefox und Thunderbird gestopft. Durch eine kann ein Angreifer, der bereits einen Fuß in der Tür hat, an Systemrechte gelangen.