News-Meldung vom 09.06.2009 10:36
Genährt von einem ominösem Posting auf der Sicherheitsmailing-Liste Full Disclosure ranken sich derzeit Gerüchte um einen möglichen Einbruch in die Systeme von T-Mobile USA. Die Unbekannten behaupten, im Besitz von (Kunden-)Datenbankinhalten, vertraulichen Dokumenten und Serverprogrammen zu sein. Man habe die Daten zwar den Mitbewerbern bereits zum Kauf angeboten, allerdings hätten diese kein Interesse gezeigt, heißt es in dem Posting. Daher stelle man die Daten nun für den Höchstbietenden zum Verkauf bereit. Als Beweis für die Echtheit soll eine dem Posting beigefügte Liste von Server- und Datenbanksystemen mit Namen, Betriebssystem und IP-Adressen dienen.
US-Medienberichten zufolge hat T-Mobile USA bereits Untersuchungen eingeleitet. Dabei nehmen die bisherigen Ergebnisse den Hackern aber den Wind aus den Segeln. Laut T-Mobile stammen die aufgeführten Daten aus einem bestimmten Dokument, das man im Rahmen der Untersuchungen zuordnen konnte. Man glaube nicht, dass der Besitz dieser Daten eine Bedrohung darstelle oder den Datenschutz der Kunden gefährde.
Allerdings habe man weitere Maßnahmen ergriffen, um seine Kunden und Systeme zu schützen. Sollten die weiteren Ermittlungen zeigen, dass doch Kundendaten kompromittiert wurden, so werde man die Kunden informieren.
Die Art und Weise, wie die Unbekannten ihre Daten anpreisen, lässt allerdings auf eine Fälschung schließen, da es unter den Augen der Öffentlichkeit sicherlich keine Käufer geben dürfte. Zudem hätten professionelle Hacker ohnehin im Untergrund Abnehmer für derartige Daten. Die Unbekannten behaupteten schon 2008, in die Netze des israelischen Firewall- und VPN-Herstellers Checkpoint eingebrochen zu sein und boten ebenfalls Daten auf Full Disclosure zum Verkauf an. (Daniel Bachfeld)
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(dab)
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