22.02.2013 12:04
Sprachsteuerung für Chrome 25
Version 25 des jetzt veröffentlichten freien Browsers Chrome schließt mehr als 20 Sicherheitslücken, darunter etliche mit hohem Gefährdungsgrad. Die meisten davon haben die Chrome-Entwickler selbst entdeckt, nur für fünf zahlt Google diesmal Prämien von insgesamt 3500 US-Dollar an Externe.
Die meisten Neuerungen betreffen Web-Entwickler. Sie können jetzt die Programmierschnittstelle Web Speech verwenden, die Spracheingaben erkennt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen W3C-Standard. Die Schnittstelle erlaubt das Erkennen zahlreicher Sprachen, teilweise mit Dialekten oder lokalen Ausprägungen. Allerdings hat der Browser nichts mit der eigentlichen Analyse zu tun, die übernimmt ein Google-Server. Die Datenübertragung von und zu ihm erfolgt verschlüsselt. Heimliches Mithören soll mit der API nicht möglich sein: Das Mikrofon schaltet sie erst ein, wenn der Benutzer das ausdrücklich erlaubt hat.
Ergänzt haben die Entwickler die Implementierung der Datenbank-API IndexedDB, die jetzt nebenläufige Transaktionen unterstützt. Das könne zu Schwierigkeiten führen, wenn eine Anwendung sich darauf verlässt, dass Transaktionen in einer bestimmten Reihenfolge durchgeführt werden, heißt es in der Beschreibung der Änderungen.
Mehr Sicherheit für Anwender soll das Unterbinden der stillschweigenden Installation von Erweiterungen bringen, was häufig von anderen Programmen zum Unterschieben von Toolbars und ähnlichem benutzt wurde. In Zukunft ist die Installation von Erweiterungen nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers möglich.
Die neue Version des Browsers steht zum Herunterladen für Windows, Linux und Mac OS X bereit. Ältere Versionen sollten sich in den nächsten Tagen automatisch selbst aktualisieren.
Gleichzeitig mit der neuen Release hat Google die Chrome-Version 26 als Beta veröffentlicht. Dort wurden in erster Linie Fehler korrigiert.
(ck)
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