18.02.2009 15:19
Starker Anstieg der Angriffe auf Computernetzwerke der US-Regierung
Die Zahl der Angriffe über das Internet auf Computernetzwerke der US-Regierung ist im letzten Jahr um weitere 40 Prozent angestiegen. Nach einem Bericht U.S. Computer Emergency Readiness Team (US-CERT) gab es 2007 3.928 Versuche, in Computer einzudringen oder Trojaner zu installieren, 2008 wurden 5.488 Vorfälle registriert.
Ausgewertet wurde für den Bericht allerdings nur eine geringe Zahl von Computersystemen, da nur ein Prozent der Bundesbehörden ausreichende Tracking-Programme installiert haben. Der Anstieg könne möglicherweise teilweise auch darauf zurückzuführen sein, dass mehr Vorfälle berichtet wurden, heißt es von US-CERT.
"Regierungssysteme stehen unter konstantem Angriff“, meint aber Joel Brenner, Leiter der Abteilung für Spionageabwehr in der obersten Geheimdienstbehörde, dem Office of the Director of National Intelligence(DNI). "Wir beobachten eine dramatische, konsistente Zunahme von Cyberkriminalität und Spionageaktivitäten.“ Während der Bush-Regierung wurde zur Stärkung der Cybersecurity die Zahl der Portale, die Behördennetzwerke mit dem Internet verbinden, von 4.500 auf 2.500 reduziert. Es gab allerdings immer Kritik, dass die Bush-Regierung die Internetsicherheit vernachlässigt habe. Ein Bericht der Kommission für Cybersecurity des Center for Strategic and International Studies hatte im Dezember erklärt, Cybersecurity sei eines der wichtigsten Probleme der Nationalen Sicherheit, und die Ausarbeitung einer umfassenden Strategie für die nationale und internationale Ebene verlangt.
US-Präsident Obama hat letzte Woche Melissa Hathaway, die bislang für Cybersecurity beim DNI zuständig war, damit beauftragt, innerhalb von zwei Monaten die Cybersecurity-Maßnahmen der Bundesbehörden zu prüfen. (Florian Rötzer)
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(fr)
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