20.11.2008 08:33
Studie: Die Deutschen bangen um ihre Sicherheit
Die Deutschen sind nach einer Studie europaweit am stärksten um ihre Sicherheit besorgt. Im "Security Index", den das IT-Unternehmen Unisys Deutschland vorlegte, wurden die Sicherheitsbedenken der Deutschen mit einem Wert von 160 als hoch eingestuft, während der europäische Durchschnitt bei 114 liege und damit eher geringe Sorgen zum Ausdruck bringe. Insbesondere in ihre Datensicherheit und bargeldlose Geldgeschäfte hätten die Befragten in Deutschland wenig Vertrauen. 80 Prozent hätten große Angst vor Datenklau, 73 Prozent fürchteten, dass ihre Kreditkarte ausspioniert werden könnte.
In den Index seien aber auch Ansichten zur Sicherheit des Staates und der eigenen Person eingeflossen. Sorgen um die nationale Sicherheit hätten dabei im Vergleich zur Studie des Vorjahres merklich abgenommen. Für die Studie wurden im August in Deutschland 947 zufällig ausgewählte Menschen am Telefon befragt, international waren es nach Firmenangaben mehr als 13 000 Menschen in 13 Ländern.
Nicht sehr erfreut scheint Unisys über ein weiteres Ergebnis der Umfrage zu sein: "Obwohl die Deutschen europaweit die höchsten Sicherheitsbedenken haben, ist ihre Akzeptanz neuer biometrischer Sicherheitsverfahren gering", heißt es bei der Firma, die selbst im Geschäft mit Sicherheitsinfrastruktur und biometrischen Sicherheitslösungen aktiv ist. Rund 60 Prozent der Befragten seien zwar bereit, ein persönliches Passwort oder Foto, eine PIN oder einen Fingerabdruck-Scanner zu nutzen. Diese Zustimmung zu Zugriffssicherungen gelte aber nicht für neuere biometrische Identifikationsverfahren: Iris- oder Augenscan akzeptiert laut der Studie nur eine Minderheit von 48 Prozent der Befragten, einen Gesichtsscan nur 43 Prozent. Für eine Identifikation über die Stimme können sich lediglich 35 Prozent erwärmen, nur noch ein Viertel sei mit Scans der Blutgefässe in der Hand einverstanden.
(jk)
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