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Symantec erklärt Antivirus-Software für tot

Fabian A. Scherschel

Symantec verdient zwar noch 40 Prozent seine Geldes mit Norton Antivirus, will sich in Zukunft aber eher auf Schadensbegrenzung konzentrieren. Es sei ohnehin nicht zu verhindern, dass Hacker den Weg ins System finden.

Der Vizepräsident für Computersicherheit bei Symantec hat gegenüber dem Wall Street Journal kommerzielle Antivirus-Software als "tot" bezeichnet. "Wir sehen Antivirus nicht mehr als gewinnträchtig an", sagte Brian Dye der Zeitung [1]. Allerdings bestreitet die Firma nach wie vor ungefähr 40 Prozent ihres Einkommens mit Antivirus-Software.

40 Prozent seine Geldes verdient Symantec mit Norton Antivirus
40 Prozent seine Geldes verdient Symantec mit Norton Antivirus
Trotzdem sieht Dye die Zukunft im Kampf gegen Malware in anderen Beschäftigungsfeldern. Symantec wolle sich jetzt auf Schadenbegrenzung konzentrieren und Firmen beim Umgang mit Hacker-Angriffen helfen. Der Schwerpunkt soll sich auf die Analyse nach einem Angriff verlagern, um die Firmennetze so besser abzuhärten. Die Hacker kämen ja ohnehin ins System, Schutzsoftware hälfe nicht. So scheint jedenfalls die Meinung der Symantec-Führung zu lauten. Diese Sichtweise könnte eventuell auch dadurch beeinflusst sein, dass Windows 8 eine recht brauchbare Antivirus-Software mit an Bord hat.

Auslöser der Äußerungen waren die von Symantec vorgelegten Zahlen zum Geschäft im ersten Quartal des Jahres. Die Einnahmen der Firma waren hier um annähernd 5 Prozent auf 1,62 Milliarden US-Dollar gefallen. (fab [2])


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  [1] http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424052702303417104579542140235850578
  [2] mailto:fab@heise.de