20.01.2010 18:27
Update für fehlerhafte Zahlungskarten ab Februar
Die deutschen Kreditinstitute wollen wie geplant ab Februar mit dem Update der von einem Programmierfehler im Chip betroffenen Karten beginnen. Die im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) zusammengeschlossenen Verbände hätten sich dafür auf ein gemeinsames technisches Verfahren verständigt, teilte der ZKA am Mittwoch in Berlin mit. Kein Update wird es dagegen für betroffene Kunden der Sparda-Banken geben – die Bankengruppe will rund 400.000 Karten austauschen.
Mit dem Update, das nach Angaben des ZKA bereits an ersten Echt-Karten durchgeführt wurde, soll die vollständige Funktionsfähigkeit der betroffenen Zahlungskarten im In- und Ausland wieder hergestellt werden. Das Update der Karten werde über "spezielle Kartenleser" in Filialen oder im Rahmen eines normalen Karteneinsatzes am Geldautomaten durchgeführt, heißt es weiter. Das Verfahren sei getestet und von "unabhängigen Experten überprüft" worden.
Unterdessen haben sich die Sparda-Banken gegen das Update entschieden. Stattdessen will die Bankengruppe die Giro-Karten der nach eigenen Angaben rund 400.000 betroffenen Kunden austauschen. "Der kostenlose Austausch der betroffenen Karten ist nach unserer Überzeugung der sicherste Weg und die kundenfreundlichste Lösung", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Sparda-Banken, Laurenz Kohlleppel, in einer Mitteilung. Die betroffenen Karten mit Laufzeiten bis 2010 und 2011 – Sparda-Kreditkarten sind den Angaben zufolge nicht dabei – sollen von Mitte Februar bis Anfang April schrittweise ausgetauscht werden.
Zahlreiche Bankkunden hatten Anfang dieses Jahres Probleme, mit ihren EC- und Kreditkarten zu bezahlen oder Geld am Automaten abzuheben. Ursache ist der in neueren Karten verwendete Chip eines bestimmten Produktionstyps, dessen Software Fehler bei der Verarbeitung der Jahreszahl 2010 aufweist und daher im Terminal seine Arbeit versagt. Insgesamt sind 30 Millionen Karten betroffen, darunter EC-Karten ebenso wie Kreditkarten.
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