16. Januar 2013 00:21

Re: Deflationsargument und Besteuerung

Joachim Durchholz schrieb am 15. Januar 2013 09:59

> > > > Zweitens ist eine gewisse Geldmengenvermehrung angesichts des
> > > > Schuldenproblems ja gar nicht unbedingt unerwünscht, ist Inflation
> > > > doch der leichteste Weg die Staatsschulden wieder los zu werden.
> > > 
> > > Bitcoins sind, wenn sie erstmal dominierendes Zahlungsmittel sind,
> > > das genaue Gegenteil.
> > 
> > Das wird öfter gesagt. Es ist aber eine völlig abwegige Prämisse.

> Du hattest das als Vorteil von Bitcoins hingestellt, also stammt die
> Prämisse von dir.

Dass sie dominierendes Zahlungsmittel werden, habe ich nicht
geschrieben.
Das ist höchst unwahrscheinlich.

> Weiterhin scheinst du die Annahme zu haben, dass Bitcoins vermehrbar
> sind. 

Natürliich sind sie vorläufig vermehrbar, sie werden ja gemined. Und
wenn ich x Euro habe und dann 20 Millionen Bitcoins dazu kommen,
vermehrt sich die Geldmenge - oder nicht?

> > Erstens: Bitcoins erlauben auch die Schöpfung von Kreditgeld durch 
> > "Fractional Reserve Banking".

> Das wird fast zwangsläufig zur Blase.

Warum? Die Gefahr der Blasenbildung wird doch gefördert dadurch, dass
die ausgegebenen Zentralbankkredite von Fiatgeld zu einer fast
unbegrenzten Steigerung der Geldmenge führen. _Die_ Gefahr besteht
aber bei Bitcoin nicht, weil die gesamte Geldmenge sich asymptotisch
einer Maximalhöhe annähert. 

Es kann einen Wertzuwachs bei Bitcoins geben, aber es ist nicht
zwangsläufig so, dass deswegen Bitcoins sozusagen alle anderen
Geldwerte absorbieren. Das ist beim Gold ja auch nicht so. 

> Was nicht unbedingt schlechter ist als ein Zusammenbruch der sich
> entwickelnden Blase.

Woraus folgt für dich eine Blase?


> Nicht, wenn die Blase sich abzeichnet. Dann sind die Menschen
> geradezu gezwungen, Vorräte anzulegen 

Vorräte von was?

> Es ist eine Steuer auf Geld(versprechens)besitz.
> Das trifft durchaus auch Reiche, soweit sie gerade nichts zum
> Investieren gefunden haben.

Die finden immer was. Geld auf dem Konto zu haben ist nicht sehr
profitabel.


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