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16. Januar 2013 20:02

Schwachsinn. Stören: vielleicht, aber eigenen Code einbringen: niemals

In der Theorie ist solch ein Angriff durchaus denkbar. Die Praxis
zeigt uns aber, dass es bisher nur möglich ist, bei schlechter
Schirmung und guten Equipment passiv Daten auszulesen. 
Gezieltes Einschleusen aber ist ungleich schwieriger.

Wer beispielsweise einmal einen Side Channel Attack auf Wireless
Smartcards ausgeführt hat (die ja eine extra dafür gebaute
Antenne/Kommunikationsinterface besitzen), wird mit starken
Interferenzen zu kämpfen gehabt haben, weil das starke Sendesignal
den ungleich schwächeren RF Impuls der Chipkarte enorm übersteuert.

Und hier sprechen wir von geschlossenen Computersystemen, die für
solch eine Art der Kommunikation gar nicht gebaut wurden (z.b. keine
dedizierte Antenne)
Man benötigt deshalb einen extrem starken Sender, der durch Wände und
HF-Abschirmungen dringen kann und dort eine ausreichend starke
Induktion herbeiführt.
Gleichzeitig muss man aber die Impulse mit einer Antenne aufnehmen,
die z.B. die CPU des Zielsystems abgibt, sonst kann man wohl kaum
sinnvoll Daten ändern.

Sollten die staatlichen Hacker das tatsächlich hinbekommen haben,
ziehe ich meinen Hut. Dann könnte man diese enorm empfindliche HF
Technik aber sicherlich für zivile Zwecke weitaus gewinnbringender
einsetzen, z.B. um schnelles Internet auch in entlegene Gebiete zu
bringen.

Wahrscheinlich kann die US-Army mit starken Sendern Fehlfunktionen in
PCs herbeiführen. Daten oder gar kompletten Wurm-Code einschleusen
kann sie nicht.

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