An Virtual Wifi arbeitet Microsoft schon seit 2002. Damit kann ein PC über das gleiche WLAN-Interface als Client die Internetverbindung halten und parallel als Basisstation weitere Teilnehmer bedienen. Linux beherrscht das schon länger (c’t 24/06, S. 240). Mit Windows 7 wird dieser Trick nun für jedermann greifbar, etwa um mit dienstreisenden Kollegen den teuren Hotel-Hotspot gemeinsam zu nutzen. Allerdings funktioniert Virtual WiFi derzeit nur mit ausgesuchten WLAN-Adaptern (siehe Link), und zum Aktivieren ist etwas Handarbeit auf der Kommandozeile nötig (c’t 24/09, S. 188). Die erspart Connectify als reines Konfigurationswerkzeug.
Das Tool lauert im verborgenen Teil der Taskleiste. Nach drei Schritten (Wählen der weiterzuverteilenden Verbindung, Anpassen des Funknetznamens und Eingeben eines eigenen WLAN-Passworts) kann man den Hotspot aktivieren. Er nutzt Windows’ integriertes ICS, um als WLAN-Router mit NAT auf einer neuen drahtlosen Schnittstelle namens „Microsoft Virtual WiFi …“ zu agieren. Sinnvollerweise unterstützt diese nur die sichere WPA2-Verschlüsselung.
Nach einem Doppelklick auf einen angemeldeten Client in der Liste verrät das Tool dessen MAC-Adresse und Hersteller, wenn bekannt. Allerdings kann man keine Clients sperren. Im autonomen Betrieb (also ohne bestehende WLAN-Verbindung) ist weder das verwendete WLAN-Band noch der Kanal einstellbar. Doch für ein Gratis-Tool sind derlei Petitessen verschmerzbar. (ea)