e!Sankey zeichnet sogenannte Sankey-Diagramme - Infografiken, die Material- und Energieflüsse durch farbige Pfeile darstellen.
Neben vorgefertigten Flusstypen etwa für Masse, Stückzahl oder Geld kann man über Namen, Einheit und Farbe eigene definieren und in Vorlagen speichern. Verbindenden Pfeilen zwischen zwei Objekten - e!Sankey nennt diese Processes - weist man den Flusstyp per Drag & Drop zu und gibt den Durchsatz auf einem Eigenschaften-Panel ein. Die Breite der Pfeile spiegelt die Durchsatzmenge wider. Ein Schieberegler bestimmt, wie viele Pixel beispielsweise ein Kilogramm Eisenerz oder einen Megajoule Steinkohleenergie darstellen sollen.
Verbindungspfeile legt die Software selbstständig zwischen zwei Objekten an, die der Zeichner per Klicken und Ziehen mit dem Auswahlwerkzeug markiert. Verschiebt man die Objekte, bemüht sich e!Sankey um eine optimale Anordnung der Flüsse. Selbst wenn das Diagramm nur Pfeile darstellen soll, muss man trotzdem Objekte anlegen - und sie per Checkbox ausblenden. Hat man diesen grundlegenden Mechanismus erst einmal akzeptiert, geht die Arbeit mit e!Sankey flott von der Hand, aber man erreicht schnell die Grenzen des schlanken Programms. Andere schematische Zeichnungen als Sankey-Diagramme kann die Software vor allem wegen fehlender Linienwerkzeuge nicht liefern. Dass e!Sankey nur das eigene Dateiformat versteht und neben EMF für den Export nur Bitmaps vorsieht, schränkt den Einsatz weiter ein. Die Anschaffung dieser Spezialsoftware lohnt sich daher nur für Ingenieure, Wissenschaftler oder Stoff- und Energiestrommanager, die oft Material- und Energieflüsse darstellen wollen. (pek)