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Google Earth 6.2

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Artikel aus c't 3/2011 zu Google Earth 6

Google Earth 6 zoomt von Satellitenansichten und erweiterbaren Kartendarstellungen fast nahtlos auf die Fußgänger-Perspektive der Street-View-Fotos heran.

In Google Earth fliegt man sein Reiseziel wie mit einem Raumgleiter an und erhält dabei auch perspektivische Eindrücke von Bergen und Tälern. Bei vielen Städten erscheint beim Näherkommen unter den Elementen für die Maussteuerung das aus Google Maps bekannte gelbe Männchen, mit dem man eine Betrachterposition für Street View markiert. Ein Wechsel in diesen Modus ändert die Blickrichtung kaum, dadurch verliert man nicht so leicht die Orientierung wie in Google Maps, das außer Street View nur Draufsichten kennt.

In der Bodennavigation von Google Earth bewegt man sich wie in einem Egoshooter mit den Cursortasten. Ein Mausklick schaltet zudem um zwischen den Street-View-Fotos und den perspektivisch angepassten Luftbildern samt Gebäudemodellen. Das Flair dieser Ansicht wollen die Entwickler mit zusätzlichen Baummodellen noch weiter steigern, nur haben wir davon bislang nichts entdecken können. Doch auch so lohnt das Umschalten, denn mitunter zeigen sich in Street View nur Häuserfassaden, die man aus der Luft nicht erahnen konnte, und verdecken den Ausblick auf eine Sehenswürdigkeit. Dann entwickelt das Geländemodell, auf dem sich die meisten störenden Gebäudeansichten als bloße Tapeten an den Erdboden schmiegen, deutlich mehr Charme.

In Verbindung mit einer zeitgemäßen Grafikkarte liefert Google Earth 6 deutlich bessere Landschaftseindrücke als vergleichbare Webdienste für den Browser. Es kooperiert über DirectX oder OpenGL mit Windows, Mac OS X sowie Linux; mit letzterem aber erst nach gutem Zureden (siehe Google Earth unter Linux'">c't 3/2011, S. 150). (hps)

Artikel aus c't 7/2009 zu Google Earth 5.0 (Beta)

Google Earth 5.0 entführt den Nutzer in die Tiefsee, lädt zu Zeitreisen ein und erfreut Astronomie-Interessierte mit einem Marsglobus.

Mehr als zwei Drittel der Erde hat uns Google Earth bislang vorenthalten – so groß ist nämlich der Anteil der Erdoberfläche, der von Wasser bedeckt ist. Version 5.0 des Geo-Browsers integriert unter dem Namen Google Ocean erstmals ein Relief des Meeresgrundes, das dem Betrachter Unterwasserberge und Tiefseegräben zeigt. Mehr als 20 neue Overlays liefern in kurzen Artikeln und Videosequenzen Informationen über die Ozeane und ihre Bewohner sowie die Nutzung und Erforschung der Meere. Man kann sich auf die Spuren des Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau auf einen virtuellen Tauchgang begeben, Schiffswracks erkunden oder die hunderte Kilometer langen Reisen von Walen und Haien aus Sicht der Meerestiere erleben, wie sie von Wissenschaftlern mit Hilfe von GPS-Modulen rekonstruiert wurde. Dabei kommen die Möglichkeiten der in Version 5.0 neu eingeführten Touren schön zur Geltung. Sie zeichnen alle Bewegungen, die der Benutzer macht, als Kamerafahrt auf. Im Unterschied zu den bisher üblichen Pfaden wird dabei nicht nur die Position, sondern auch die Blickrichtung der Kamera auf ihrem Weg berücksichtigt.

Ein bemerkenswert detailreiches 3D-Modell des antiken Roms lädt zum Stadtrundgang ein, bringt allerdings selbst gut ausgestattete Rechner ins Schwitzen – auf unserem Athlon X2 5000+ mit 2,6 GHz und einer Radeon 4850 gestaltete sich der Rom-Ausflug zwar noch akzeptabel, aber nicht ganz flüssig. Innerhalb der Neuzeit geht man per Zeitleiste auf historische Erkundungstouren. Während der Browser bisher stets ein von Google zusammengestelltes Patchwork aller Satelliten- und Luftaufnahmen anzeigte, kann man nun durch die Wahl des Aufnahmezeitpunkts den dargestellten Datensatz selbst bestimmen. Dieses Prinzip gilt leider nicht für die Himmelsansicht Google Sky – hier kann der Benutzer den Flickenteppich aus Aufnahmen verschiedener Observatorien noch nicht selbst entwirren.

Astronomie-Fans erwartet aber ein ganz anderes Schmankerl, das in Googles Werberummel zur neuen Meeresansicht völlig untergegangen ist: Google Mars, ein Marsglobus, der dank Jahrzehnten Marsraumfahrt mit vielem aufwarten kann, was man schon aus der Erdansicht kennt. Die Reliefdarstellung lässt Gebirge, Krater und ausgedehnte Gräben plastisch hervortreten. Hochaufgelöste Oberflächenfotos sind zum Teil passgenau eingesetzt, zum Teil per Verlinkung auf die Webseiten von NASA- und ESA zu erreichen. Die Auflösung von ungefähr einem Meter ist dort besser als beim von Google in einigen Gegenden Mitteleuropas verwendeten Bildmaterial, und Panoramaaufnahmen der Länder sind in altbekannter Manier in die Darstellung integriert.

Um die Fülle an neuen Informationen vollständig nutzen zu können, braucht man ausreichende Englischkenntnisse, denn nur ein kleiner Teil des neuen Materials wurde bisher ins Deutsche übersetzt. Ein Blick auf das neue Google Earth, das für Windows (XP oder Vista 32-Bit), Mac OS X und Linux zum Download angeboten wird, lohnt jedoch allemal. (Peter Strub)

Artikel aus c't 13/2008 zu Google Earth 4.3 Beta

Einen faszinierenden Blick auf die Erde eröffnet Google Earth. Das Programm setzt aus dynamisch aus dem Internet geladenen Satellitenfotos einen virtuellen Globus zusammen. Über den kann der Benutzer fliegen und an Landschaften, Städte und Gebäude wie das Brandenburger Tor oder das eigene Haus bis auf wenige Meter heranzoomen. Für das permanente Nachladen der Bilddaten ist ein DSL-Zugang ein Muss.

Google Earth lässt sich durch allerlei Add-ons und zusätzliche Ortsinformationen aus externen Quellen zu einem umfassenden interaktiven Globus erweitern. So kann man zum Beispiel die aktuelle Wolkendecke oder dreidimensionale Modelle von etlichen Gebäuden nachladen. Vorbild für Google Earth war das ähnliche Programm World Wind der NASA. (jo)

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https://www.heise.de/userdb/sso?compatibility=1&forward=http%3A%2F%2Fwww.heise.de%2Fsoftware%2Fdownload%2Fgoogle_earth%2F30291a
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