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 Windows

MediaMonkey 4.0.2

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Artikel aus c't 2/2012 zu MediaMonkey 4.0.1.1461

Mit der Version 4 erweitert die Medienverwaltung MediaMonkey ihre Kompetenzen auf Videos.

Bei der Audioverwaltung gibt sich MediaMonkey nach wie vor keine Blößen: Neben MP3, Ogg Vorbis, AAC und WMA verarbeitet das Programm auch die Metadaten der Formate APE, FLAC und MPC. Der Auto-Tagger bezieht fehlende Albeninformationen von Amazon; das kostenlose Addon „Discogs Tagger“ befragt dazu alternativ den Musikkatalog von Discogs.com. Ein Sortierer vereinheitlicht die Verzeichnisstruktur der Sammlung.

Die wesentliche Neuerung der Version 4 ist die Videounterstützung. Grundsätzlich lassen sich Videos nach denselben Kriterien bearbeiten und sortieren wie Audiodateien. Bei AVI und WMV funktioniert dies tadellos, bei den Formaten FLV und MKV speichert MediaMonkey jedoch keine Änderungen. Der Hersteller will die MKV-Unterstützung in einer kommenden Revision nachreichen.

Grundsätzlich lassen sich für Videos auch Vorschaubilder festlegen. Diese werden aber nicht eingebettet, sondern nur programmintern gespeichert. MediaMonkey übernimmt auch nicht die von Windows generierten Miniaturbilder. Die Video-Vorschau erfüllt ihren Zweck; die Vollbild-Wiedergabe macht weniger Spaß: Beim Hochskalieren werden Treppenartefakte sichtbar – andere Media-Player interpolieren besser.

Die Nutzung der Grundfunktionen ist kostenlos. Ein Lizenz-Code schaltet die "Gold"-Version frei. Diese schreibt unter anderem unbegrenzt viele MP3-Dateien und organisiert die Musiksammlung im Hintergrund um. Die wichtigsten Vorteile sind jedoch das Anlegen eigener Sammlungen nach Kriterien wie Genre oder Dateipfad sowie das Live-Transcoding für mobile Geräte. Um Dateien nach AAC, H.264 und MPEG4 zu kodieren, ist ein zusätzliches Codec-Pack nötig. (ghi)

Artikel aus c't 20/2004 zu Media Monkey 2.2.2
Die deutschsprachige Version der Player-Software MediaMonkey bringt Ordnung in die MP3-Sammlung. Neben den Standard-Abspielfunktionen versteht sich das Programm auf das Vertaggen von MP3s: Während des Abspielens lassen sich Informationen zu Tempo, Stimmung und eine Bewertung über praktische Dropdown-Menüs einpflegen. Verschiebeaktionen auf Festplattenebene lassen sich gleich aus der Abspielliste heraus vornehmen. Für die ansprechende visuelle Begleitung der Musik sorgt das integrierte G-Force-Plug-in. (sha)
Artikel aus c't 21/2003 zu Media Monkey Standard 2.0

Große Musiksammlungen auf dem PC neigen zur Unübersichtlichkeit. Media Monkey hilft, dem drohenden Chaos entgegenzuwirken.

Wer dem CD-Regal den Rücken zugekehrt hat und seine Musik lieber in Form von Dateien auf der Festplatte lagert, findet bisweilen Anlass zum Verzweifeln: Wer „irgendwas Schönes“ als Hintergrundberieselung etwa zum Arbeiten laufen lassen will, ist erst mal eine halbe Stunde mit dem Zusammenstellen einer geeigneten Titelliste beschäftigt. Nicht viel glücklicher ist derjenige, der ein ganz bestimmtes Stück hören möchte, dessen exakter Dateiname aber momentan im Gedächtnis verschüttet ist.
Media Monkey löst mit einem Rundumschlag fast alle Probleme, die im Zusammenhang mit einer PC-gestützten Musiksammlung auftreten. Das Programm sucht die Festplatte nach Dateien in den gängigen Musikformaten ab - darunter MP3, WMA, OGG, VQF und WAV. Gefundenes wandert in Form von Einträgen automatisch in die Datenbank. Zudem liest Media Monkey die jeweiligen Metadaten aus, sofern welche vorhanden sind. Wenn Angaben zu Titel, Interpreten oder Album fehlen, versucht das Programm, diese Informationen aus dem Datei- und auf Wunsch auch aus dem Verzeichnisnamen herauszulesen.

Die Programmoberfläche ist im Explorer-Stil zweigeteilt gestaltet: Die Datenbank wird als Verzeichnisbaum links dargestellt, die Einträge in einer Liste rechts. Der Baum enthält mehrere Hauptgruppen, die verschiedene Sichten auf die Datenbank ermöglichen - etwa nach Interpret, Titel, Jahr oder Genre sortiert. Untergruppierungen erlauben zusätzlich eine feinere Abstufung. Die Titelliste zeigt den Inhalt der im Baum ausgewählten Haupt- oder Untergruppe an.
Media Monkey unterstützt ordnungsliebende Naturen dabei, ihre Sammlung zu pflegen: Im Baum findet man einen eigenen Zweig für diejenigen Musikstücke, die doppelt vorhanden sind, ohne oder nur mit unvollständigen Angaben vorliegen - auch hier wieder in Gruppen unterteilt. Alle Einträge lassen sich direkt in der Titelliste oder in einem Eigenschaften-Dialog ändern. Wenn man direkt im Datenbankbaum den Namen eines Interpreten oder Album bearbeitet, wird diese Änderung auch gleich bei allen jeweils darunter geführten Titeln vorgenommen. Die auf diese Weise vervollständigten Meta-Informationen lassen sich anschließend in die Musikdateien übertragen: Der integrierte Tagger bearbeitet ID3v1- und ID3v2-Tags für MP3-Files, außerdem Ogg Vorbis- und WMA-Tags. Auf Wunsch gibt Media Monkey den Dateien nach einem wählbaren Schema neue Namen und kopiert sie in Unterverzeichnisse.

Sind alle Daten vollständig, entfaltet das Programm seine große Stärke: Über den Datenbankbaum stellt der Anwender schnell und unkompliziert Abspiellisten zusammen - die nach den verschiedenen Kriterien sortierten Zweige machen es möglich. Mit einem Mausklick werden etwa alle Titel aus den 80ern angezeigt oder diejenigen, die dem Anspruch „Romantisch“ genügen.
Der integrierte Player lässt sich wie Winamp bedienen und unterstützt auch die Plug-ins dieses populären Abspielers. Wer mag, verzichtet ganz auf den Monkey-eigenen Player und lässt stattdessen ein bereits installiertes Winamp (nur Version 2) ansteuern. Als kleinen Gimmick protokolliert Media Monkey alle gespielten Musikstücke und generiert daraus eine persönliche Top-50-Hitliste.

Last, but not least ist noch ein Ripper zum Auslesen von Musik-CDs integriert. Er erlaubt das Abspeichern von Tracks in den Formaten MP3, OGG, WMA und WAV sowie das Brennen eigener Zusammenstellungen auf Audio-CD. Gegenüber der Gold-Version, die für 20 US-Dollar zu haben ist, verzichtet die kostenlose Standardversion auf Luxusfunktionen wie CD-Simulation, Schlummerschaltung, Auto-Playlists, Dateimonitor, erweiterte Kombi-Suche, automatische Bestandsüberwachung und Exportmöglichkeiten aus der Musikdatenbank. Beide Versionen von Media Monkey liegen nur in englisch vor. (Boris Theodoroff/psz)

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