Auch für DriveIcons und ExplorerShrinker stand der Mac Pate. Ersteres erzeugt von allen verfügbaren Laufwerken automatisch Verknüpfungen auf dem Desktop, auf Wunsch bündig am rechten Bildschirmrand. Wie beim Original kann man diese in den Papierkorb ziehen, um die entsprechenden Laufwerke zu entfernen (nicht unter Vista). Dazu setzt DriveIcons auf die Erweiterung Eject, welche demzufolge ebenfalls installiert sein muss. ExplorerShrinker versucht die Größe des aktiven Explorer-Fensters an dessen Inhalt anzupassen, sodass es nicht größer ausfällt als nötig. Bei der Listenansicht funktioniert dies allerdings nicht.
ExplorerHotkeys rüstet nützliche Tastenkombinationen für die wichtigsten Explorer-Funktionen nach. So kann man nun ganz leicht zwischen den verschiedenen Ansichten – etwa Icons, Liste, Details – wechseln (aber nicht unter Vista) oder versteckte Dateien oder Dateierweiterungen sowie die Ordnerleiste per Tastendruck ein- und ausblenden. Per Knopfdruck lassen sich Fenster oder Dateien duplizieren und eine Dateiliste nach Teilstrings durchsuchen. Leider berichten uns immer wieder Leser, dass diese Funktion bei ihnen nicht funktioniert. Derzeit gibt es aber keine Lösung, außer sie zu deaktivieren.
Ebenfalls von Anfang an dabei ist CommandLine, das die Explorer-Adressleiste um die Möglichkeit erweitert, Befehle entgegenzunehmen und in der Eingabeaufforderung auszuführen. Ein vorangestelltes "<"-Zeichen kündigt den Befehl an. So erstellt man etwa mit < dir /b /s > dateilist.txt kurzerhand eine Textdatei mit allen Dateien und Unterverzeichnissen des aktuellen Ordners.
FilePaste bietet vielfältige Möglichkeiten, um die Namen von in die Zwischenablage kopierten Dateien als Klartext in andere Programme einzufügen, wahlweise samt komplettem Pfad, in UNC-Notation, mit veränderter Groß-/Kleinschreibung oder umgekehrten Schrägstrichen. Obendrein kann man vor dem Einfügen Wörter ersetzen oder den Pfad URL-kodiert ausgeben lassen, sodass zum Beispiel Leerzeichen zu "%20" mutieren.
Selbst wer gar nicht so viele Programme installiert hat, verliert in Windows' Startmenü gern mal den Überblick. Wenn man zumindest ungefähr weiß, wie das gesuchte Programm heißt, springt der AppLauncher in die Bresche: Er horcht auf die Tastenkombination AltGr-Leertaste (oder eine beliebig andere) und blendet eine vom Anfangsbuchstaben gefilterte Programmliste ein.
AppLauncher ist die Erweiterung mit den meisten Optionen; viele davon wurden mangels Platz in ein zweites Konfigurationsfenster ausgelagert (Weitere Optionen, Erweiterte Einstellungen). Keine Angst, schon von Haus aus ist AppLauncher sinnvoll eingestellt, aber mancher wird etwa in der Programmliste nach Teilstrings suchen oder alle Programme aus dem Index in der Liste anzeigen wollen. Funktionsfetischisten werden ihre helle Freude an der Vielfalt haben.
Der Fenster Herr
ComfortDrag erhöht den Komfort bei Kopier- und Verschiebeaktionen mit der Maus. So werden Fenster, die nur teilweise sichtbar oder zum Tray-Icon verkleinert sind, nach kurzer Verweildauer in den Vordergrund geholt. Das klappt auch bei Nicht-Explorer-Fenstern, etwa einer E-Mail, der man ein Attachment hinzufügen möchte. Poppt ein anderes als das gesuchte Fenster hoch, bewegt man die Datei ins Ursprungsfenster zurück oder drückt ESC; in diesem Fall wird auch die alte Fensteranordnung wiederhergestellt. Obendrein kann man ein Fenster bei zusätzlich gedrückter rechter Maustaste temporär minimieren oder durch Ziehen an den linken Rand eine Ordnerleiste ausklappen lassen, um eine Datei in ein anderes Verzeichnis zu verschieben: Nach getaner Aktion verschwindet die Leiste wieder. Anders als "Desktop anzeigen" (Win-D) von Windows blendet ComfortDrags "Kurzfristiger Desktop" nicht alle Fenster aus, sondern verschiebt sie gerade noch sichtbar an den Rand des Bildschirms, auf Wunsch animiert, sodass man sie bei Drag&Drop-Aktionen einzeln wiederfindet.
