Bei gedrückter Windows-Taste und rechter Maustaste kann man mit ComfortResize Fenster skalieren und verschieben, ohne genau auf den Fensterrand zielen zu müssen. Befindet sich der Mauszeiger in der Nähe des linken oder rechten Fensterrands, wird die Breite verändert, analog dazu die Höhe, wenn er in der Nähe des oberen oder unteren Rands schwebt. In der Nähe einer der Ecken manipuliert man beides gleichzeitig und durch gedrückt halten im mittleren Bereich verschiebt man Fenster. All das klappt auch, wenn sich ein Fenster im Hintergrund befindet. Sechs Tastaturkürzel skalieren Fenster auf feste Größen, etwa auf 800×600 Pixel, nützlich für Webmaster, die ihre Seiten für kleine Monitore optimieren wollen.
Ergänzend dazu gibt es WindowsControl, welches Fenster nicht nur minimieren und maximieren, sondern auch etwa auf die linke oder rechte, die obere oder die untere Bildschirmhälfte skalieren kann. Auf Knopfdruck maximiert es nur die Höhe oder nur die Breite eines Fensters oder verleiht ihm den Status "Always on top" (immer im Vordergrund).
Wer schlecht sieht, ruft die ScreenLoupe auf, die den Bereich unter dem Mauszeiger mit einem einstellbaren Faktor vergrößert. Auch die Größe der Lupe selbst ist konfigurierbar.
LookThrough stanzt an der Mausposition ein "Loch" in alle Fenster, bis hinab zum Desktop, damit man dort schnell auf Symbole zugreifen kann, ohne Fenster verschieben oder minimieren zu müssen. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten, wie das Tastaturkürzel reagiert. Zum einen lässt sich das Loch mit dem Kürzel an- und ausschalten; zum anderen kann man es so einstellen, dass das Loch solange zu sehen ist, wie die Taste gedrückt gehalten wird. Unter Vista funktioniert das Ganze nur in der klassischen (XP-)Ansicht.
Textsicher
Nicht nur TextAid und CharacterAid befassen sich mit der Textbearbeitung. Auch HotStrings, sozusagen eine grafische Oberfläche für die gleichnamige Funktion von AutoHotkey, hilft anwendungsübergreifend aus, wenns ums Schreiben geht, und zwar mit Textbausteinen, vom simplen Ausschreiben der Floskel "mfg" bis hin zu komplexen Strings, die sogar AutoHotkey-Befehle enthalten dürfen, um etwa eine Textauswahl zu verändern. Sogar eine einfache systemweite Autokorrektur von Tippfehlern ist möglich. Dazu gibt es bereits eine Liste gängiger Tippfehler namens HotStrings-AutoKorrektur.ini, welche man aus dem Library-Ordner über den Menüeintrag "HotStrings-Einstellungen hinzufügen" im Menü "Erweiterung" importieren kann. Diese Liste ist allerdings recht lang und macht HotStrings etwas träge. Für die Zukunft ist eine eigene Erweiterung geplant, die sich nur um die AutoKorrektur kümmert. Übrigens: Arbeitsgruppen können sich ihre HotStrings auf einem Netzlaufwerk teilen.
Beim Hantieren mit Text wird häufig auch die Zwischenablage bemüht, doch deren Funktionsumfang hat sich über all die Jahre kaum verändert. MultiClipboard rüstet neun zusätzliche Zwischenablagen nach, die sich mit eigenen Tastaturkürzeln zum Kopieren und Einfügen bedienen lassen und ihren Inhalt auch nach einem Neustart nicht vergessen.
