Eine Ebene darunter soll der Hintergrund der Plakette erscheinen. Die noch vorhandene weiße Scheibe soll als Maske dienen. Fügen Sie sie genau wie vorher das komplexere Objekt als Ebenenmaske in eine leere Ebene ein. Wenn alles richtig vorbereitet ist, zeigt die Maskenminiatur eine weiße Scheibe auf schwarzem Grund. Nun füllen Sie die Ebene mit einer Textur, beispielsweise dem roten Leder aus der Palette "Muster". Im Füllen-Werkzeug (B) wählen Sie dazu unter "Füllart" den Radio-Button "Muster" an und klicken bei ausgewählter Ebene und Textur ins Bild.
Die Grundstruktur des Bildes ist nun fertig: eine mit Leder bezogene Plakette aus verchromtem Edelstahl. Mit den schon beschriebenen Techniken lässt sie sich beliebig pimpen. Beispielsweise kann man aus der noch vorhandenen Schriftkopie eine Auswahl erstellen, diese verkleinern, als Maske verwenden und die Textur aus dem Verstärkerbeispiel durchscheinen lassen, sodass nur der Chromrand bleibt. Ein weich gezeichneter schwarzer Schatten wie aus dem Bild mit dem Rad lässt die Plakette plastischer wirken. Der gelbe Untertitel "Balladen für'n Benz" gibt ihr einen Farbtupfer.
Vulkanglas-Optik
Das nächste Beispiel entsteht deutlich einfacher, wirkt aber nicht minder effektvoll. Vulkanglas ist tiefschwarz, und nichts ist leichter zu simulieren als das: Sie erstellen eine schwarze Hintergrundebene – fertig. Das eigentlich Interessante ist das, was sich später darin spiegeln soll. Im Space-Jam-Beispiel trägt die Schrift einen Verlauf von Grün nach Weiß. Er entsteht mit dem gleichen Verfahren wie bei der Goldschrift. Für die Spiegelung brauchen Sie ein Duplikat der Schriftenebene. Haben Sie auf den Arbeitsschritt mit dem Verlauf verzichtet, muss die Schrift gerastert werden. Das erledigen wahlweise die Befehle im Ebenenmenü "Schriftinformation verwerfen" und "Ebene auf Bildgröße". Anschließend duplizieren Sie die Ebene und kippen sie mit dem Befehl "Ebene/Transformation/Vertikal spiegeln".
Nun bewegen Sie die Ebene per Verschieben-Werkzeug so weit nach unten, dass zwischen Schrift und Spiegelung ein kleiner Abstand bleibt. Finger weg von den Werkzeugen Schere und Perspektive! Es ist zwar verlockend, daran herumzudoktern – schließlich geht es um Perspektive – der Betrachter sieht aber frontal auf die Schrift und daher auch genau das Gleiche als Spiegelung.
