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Futter für Firefox 3

Themen-Special: Add-ons zum bequemen und sicheren Surfen

Das Interesse an Firefox ist so groß wie nie zuvor. Allein in den ersten 24 Stunden nach Freigabe der Version 3 haben mehr als 8 Millionen Nutzer den plattformübergreifenden Webbrowser heruntergeladen – Weltrekord. Auch viele Programmierer scheinen den Browser als interessantes Objekt entdeckt zu haben. Zahlreiche neue Add-ons überraschen durch ihre Qualität, mit denen sich Firefox noch weiter verbessern lässt.

Version 3 des plattformübergreifenden Webbrowsers hat bislang alle Download-Rekorde gebrochen und es sogar ins Guinness-Buch geschafft. Für den Erfolg gibt es gute Gründe, denn das Open-Source-Projekt hat Firefox 3 gegenüber der Vorgängerversion wesentlich verbessert. Dank der aktualisierten Rendering-Engine Gecko, dem Herzstück des Programms, läuft der Browser schneller, verbraucht weniger Speicher und bietet mehr Sicherheit.

Durch Add-ons lässt sich der Funktionsumfang erweitern und der Browser weitgehend an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Allein die Mozilla-Website vermeldet weit über 2000 Stück. Damit die Auswahl leichter fällt, haben wir bereits in einem früheren Themen-Special Highlights herausgepickt. Die meisten dieser Add-ons laufen mittlerweile auch in Firefox 3, einige wenige warten allerdings auf ein Update.

Das gesteigerte Interesse an Firefox hat offenbar auch viele Programmierer animiert, sich dem Browser zu widmen und eigene Add-ons zu entwickeln: Speziell für Version 3 sind seit Erscheinen zig neue Erweiterungen erschienen, die vor allem die Bedienung weiter verbessern und das Surfen noch sicherer machen. Insgesamt stellen wir hier 35 dieser Erweiterungen vor, die sich wirklich lohnen.

Alles im Blick

Die meisten Anwender lassen Firefox automatisch mit einer bestimmten Webseite starten. Möchte man nicht bei jedem Start stets dieselbe Site besuchen, kann man mit Fast Dial eine Auswahl häufig besuchter Ziele als Vorschau anzeigen lassen – ähnlich wie bei der Schnellwahl von Opera. Ein Klick oder ein Shortcut genügt, um eine Webseite zu besuchen. Dazu erweitert Fast Dial die Standard-Leerseite (about:blank) um ein Raster mit Platzhaltern für die Vorschaubilder. Aktiviert man in den Firefox-Einstellungen unter "Allgemein" die Option, nach dem Start eine leere Seite anzuzeigen, präsentiert Firefox diese erweiterte Seit Fast-Dial-Menü für den Schnellzugriff. Beim Besuch einer Webseite kann der Anwender diese Platzhalter füllen, indem er im Kontextmenü "Add to Fast Dial" auswählt. Wer statt der Vorschau ein Logo bevorzugt, kann dieses über die Einstellungen als Grafikdatei einbinden. Liegt kein passendes parat, hilft der Eintrag "Find logo" im Kontextmenü der jeweiligen Vorschau. Ein Klick darauf sucht auf einer speziellen Website, auf der Anwender ihre Logos anderen Nutzern bereitstellen können, nach passenden Bildern für die jeweilige Website. (db)

Bei der Eingabe von URLs vertippt man sich leicht, sodass man beispielsweise statt auf www.microsoft.com ungewollt auf www.microsoft.cmo landet. Mit dem Add-on URL Fixer, das als eine Art Rechtschreibkorrektur fungiert, lässt sich dies zum Teil verhindern. Allerdings beschränkt sich das Tool darauf, lediglich die Top-Level-Domain zu prüfen und automatisch zu korrigieren. (db)

Gelegentlich stößt man in Webseiten auf URLs, die aus irgendeinem Grund nicht verlinkt wurden. Um diese Seiten aufzurufen, muss der Anwender erst die Webadresse markieren und in die Zwischenablage kopieren, deren Inhalt ins Adressfeld des Browsers einfügen und die Eingabetaste drücken. Hier erspart Linkification einige Klicks. Das Add-on identifiziert in Webseiten automatisch nicht verlinkte Webadressen und verwandelt sie in klickbare Links. Damit sie sich von normalen Links unterscheiden, kann man in den Optionen Text- und Hintergrundfarbe beliebig einstellen. (db)

Lesezeichen verwalten

Beim Surfen findet man immer wieder Links auf Seiten, die man erst später lesen möchte – etwa Zusatzinformation zu einem längeren Fachartikel. Um die URLs nicht zu vergessen, kann man die Webseiten in einem eigenen Tab öffnen oder als Lesezeichen aufnehmen. Im ersteren Fall gehen die Seiten allerdings nach dem Beenden verloren, sofern in Firefox die Option, beim Start die Fenster und Tabs der letzten Sitzung anzuzeigen, nicht aktiviert ist. Das Einfügen als Lesezeichen erfordert dagegen mehrere Mausklicks und ist damit ziemlich umständlich. Bookstack erledigt dies bei gedrückter Strg-Taste durch nur einen Klick mit der mittleren Maustaste beziehungsweise mit dem Scroll-Rad auf die URL, wobei die Ablage der Webadresse in einen zuvor ausgewählten Lesezeichen-Ordner erfolgt. Alle URLs speichert das Add-on in einem Stack, der so lange erhalten bleibt, bis man die Webseite aufruft. Auf Wunsch bleiben die Inhalte auch erhalten, bis man die Lesezeichen per Hand löscht. (db)

Hat man Webseiten bereits geöffnet und möchte sie später zu Ende lesen, bietet sich Taboo an. Es richtet zwei neue Symbole links neben dem Adressfeld ein: Eines, um die aktuelle Webseite zu speichern, und eines, um die gespeicherten Seiten als kleine Vorschaubilder anzuzeigen. Ein Klick darauf öffnet die gesamte Seite. Das besondere an Taboo: Das Add-on sichert auch die aktuelle Anzeigeposition der Seite und restauriert sie später genau so, wie man sie verlassen hatte. Mit Read It Later lassen sich die Seiten auch vollständig auf der Festplatte speichern und in einer speziellen Liste verwalten, um sie etwa offline zu lesen – auch als RSS-Feed für geeignete Reader – und später als gelesen markieren. Darüber hinaus kann das Add-on die gespeicherten Seiten zwischen mehreren Rechnern synchronisieren. (db)

Firefox 3 erlaubt es, Lesezeichen zu verschlagworten, wobei der Anwender die Begriffe selbst eingeben muss. Mit HandyTag lässt sich dies teilweise automatisieren. Das Add-on erweitert den Lesezeichendialog um neue Schaltflächen, über die sich unter anderem die in Webseiten gespeicherten Schlagwörter mit einem Klick übernehmen lassen. Sind diese nicht vorhanden, durchsucht HandyTag auf Wunsch den Text und bietet die Wörter in einer Liste zur Übernahme an. Diese Schlagwörter und die mit ihnen verbundenen Webseiten zeigt Firefox im Lesezeichen-Menü an, sodass sich die Seiten schnell öffnen lassen. Mehr Möglichkeiten bietet TagSifter, das alle Begriffe in einer Sidebar am linken Rand anzeigt. Die integrierte Suchfunktion gestattet auch die Eingabe regulärer Ausdrücke, sodass sich die Schlagwortliste sogar mit Hilfe komplexer Abfragen durchforsten lässt. (db)

Je mehr Lesezeichen gespeichert sind, desto schlechter findet man sich in dem Wust zurecht, auch wenn man die Webseiten nach bestimmten Themen in diversen Ordnern organisiert. Bookmark Previews hilft, bestimmte Webseiten schneller wiederzufinden. Beim ersten Start nach der Installation liest die Extension die Webseiten zu allen Lesezeichen im Hintergrund ein und speichert den Inhalt als Vorschau. Im Lesezeichen-Menü erweitert es den Dialog von "Lesezeichen verwalten" um die neuen Ansichten "Album" und "Thumbnails", die jeweils die Vorschau der Webseite anzeigt, sobald der Mauszeiger über einem Eintrag stehen bleibt. Leider funktioniert dies nur in der Lesezeichen-Sidebar am linken Rand, nicht aber im Lesezeichen-Menü. (db)

Das bislang recht beliebte Add-on Bookmark Sync and Sort, das Lesezeichen sortiert und mit anderen Rechnern synchronisiert, gibt es noch nicht für Firefox 3. Das ist allerdings nicht tragisch, da man die Funktionen auch mit anderen Extensions nachrüsten kann. Zudem kann Firefox die Lesezeichen von Haus aus übers Kontextmenü alphabetisch sortieren. Den Abgleich der Lesezeichen mit anderen Rechnern erledigt SyncPlaces oder Foxmarks, die einen Server mit FTP- oder HTTP-Schreibberechtigung erfordern. Das Senden und Empfangen der Bookmark-Liste, wahlweise im JSON-Format von Firefox 3 oder als HTML-Quelltext für den Abgleich mit dem Internet Explorer oder anderen Browsern, erfolgt standardmäßig per Hand, lässt sich in den Optionen aber automatisieren, sodass Firefox bei jedem Start die Bookmarks vom Server liest und beim Beenden die lokale Liste an diesen sendet. Falls beim Abgleich etwas schief laufen sollte, kann man den letzten Stand anhand des automatisch erzeugten Backup wiederherstellen. (db)

Sofern Webseiten Favicons enthalten, übernimmt Firefox diese auch in die Lesezeichenliste, damit der Anwender die Seiten schneller wiederfindet. Diese Favicons kann man mit Badges On Favicon durch Zusatzinformationen überlagern, die beispielsweise stets den aktuellen Kurs einer Aktie anzeigen oder über neue Mails im Posteingang von Online-Accounts wie Google Mail informieren. Auf diese Weise kann man die Daten auch dann stets beobachten, wenn man mit anderen Tabs arbeitet. Badges On Favicon erledigt dies mit Hilfe von Scripts, die sich hier "badges" nennen und Aussehen sowie Position definieren. Sie teilen dem Add-on außerdem mit, wie es die Informationen aus der Webseite extrahieren soll. Im Download enthalten sind drei Skripte für Google Mail, iGoogle Reader und Yahoo Finance, die der Nutzer anpassen muss. Zusätzliche Badgets stellt der Entwickler des Add-ons auf seiner Website bereit. (db)

Inhalte im Griff

Manche Webseiten enthalten so viel Text, dass die Übersichtlichkeit darunter leidet. Hat der Webdesigner ein Inhaltsverzeichnis vorgesehen, wie es beispielsweise in längeren Wikipedia-Beiträgen üblich ist, erleichtert dies zwar die Navigation. Doch um mittendrin schnell zu einem anderen Kapitel zu wechseln, muss man erst zum Inhaltsverzeichnis zurückkehren. HeadingsMap hilft in diesen Fällen, indem es bei Bedarf die Dokumentstruktur am linken Rand des Browserfensters anzeigt – ähnlich wie die Gliederungsansicht in Textverarbeitungen mit Kapitelüberschriften und Gliederungsebenen. Per Mausklick gelangt man zum jeweiligen Abschnitt. Als Ergänzung zu HeadingsMap bietet sich Links Sidebar an, das alle Links einer Webseite ebenfalls am linken Rand des Browserfensters zusammenfasst und per Mausklick in einem neuen Tab oder Browserfenster öffnet. (db)

Den Download von Videos und Bildern erleichtert der Video DownloadHelper, der unter anderem mit YouTube, MySpace und Google Video, aber auch mit beliebigen anderen Websites zusammenarbeitet. Das Add-on fügt in die Symbolleiste ein Schwarzweiß-Icon ein und überwacht beim Surfen, ob es auf der besuchten Seite Links zu Bildern oder Filmen gibt. Dann verwandelt sich das Schwarzweiß-Icon in ein animiertes Symbol. Über ein aufklappbares Menü lassen sich die Dateien auf die Festplatte speichern. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel alle Bilder von Galerien in einem Rutsch speichern, wobei der Download hintereinander geschieht, um das weitere Surfen nicht zu behindern. Wer einen Internet-Zugang mit hoher Bandbreite nutzt, kann den Download auch parallel durchführen lassen. (db)

CoolIris (PicLens) macht die Anzeige von Fotogalerien oder die von Google im Netz gefundenen Bilder nach einer Suche zum spektakulären Showereignis. Auf einer Art 3D-Leinwand im Vollbildmodus präsentiert das Add-on alle auf einer Seite verlinkten Bilder, die der Anwender mit der Maus verschieben, rotieren und heranzoomen kann. Leider funktioniert die Extension (noch) nicht mit allen Bildergalerien zusammen. (db)

Beim Drucken von Webseiten gelangen auch Elemente wie Login-Eingabefeld oder Werbung in den Ausdruck, die dort nur stören. Mit Page Hacker kann man zuvor solche unerwünschten Informationen entfernen. Durch Drücken von Strg-F2 verwandelt sich das Browser-Fenster in einen Editor, mit dem man nicht nur Text, Bilder oder Menüs löschen, sondern auch verändern und neue einfügen kann – etwa als Kommentare. (db)

Manche Inhalte von Webseiten zeigt Firefox nicht korrekt an, weil die falsche Zeichenkodierung eingestellt ist. Statt Umlauten erscheinen dann nur Sonderzeichen auf dem Bildschirm, was den Text unleserlich macht. Für die korrekte Darstellung muss man erst im Menü auf "Ansicht/Zeichenkodierung" klicken und im Untermenü den passenden Zeichensatz, beispielsweise "Westlich (ISO-8859-15)", auswählen. Damit dies schneller geht, erweitert Charset Switcher das Kontextmenü um den Eintrag "Zeichenkodierung", sodass man den Zeichensatz mit einem Klick auf die rechte Maustaste erreicht. Zudem speichert das Add-on die geänderten Einstellungen für die entsprechende Webseite und erspart dem Anwender so bei späterer Rückkehr das erneute Umstellen. (db)

Schneller wechseln

ChromaTabs hilft, sich im Browser besser zurechtzufinden, wenn viele Tabs gleichzeitig geöffnet sind. Dazu färbt das Add-on die Tabs unterschiedlich ein, wobei sich die Farbe aus dem Domainnamen errechnet. Webseiten derselben Domain behalten damit stets die gleiche Farbe. Allerdings läuft das Add-on nur bis Firefox 2.0. Mit ChromaTabs Plus präsentiert zum Glück ein anderer Programmierer eine auf die aktuelle Firefox-Version zugeschnittene Variante. (db)

Intensivsurfer arbeiten oft in mehreren Browserfenstern, in denen sie zudem zahlreiche Tabs geöffnet halten. Strg-Tab, das sich auch als Ctrl-Tab meldet, erweitert Firefox um die Tastenkombination Strg-Shift-A, die ein Fenster mit einer Vorschau aller geöffneten Webseiten auf den Bildschirm zaubert. Über die Suchfunktion kann der Nutzer die Auswahl auf solche Seiten beschränken, die den Suchbegriff im Titel tragen. Ein Klick auf eine Vorschau bringt das Browserfenster mit der geöffneten Seite zum Vorschein. Auf diese Weise verliert man selbst in zig gleichzeitig geöffneten Webseiten nicht den Überblick. (db)

Hält man dauernd viele Webseiten geöffnet, veraltet der Inhalt insbesondere auf Nachrichtenseiten recht schnell. Um auf dem Laufenden zu bleiben, muss man die Seiten durch Neuladen immer wieder aktualisieren. Lathe2 erledigt dies automatisch, wobei sich der Intervall der Aktualisierung für jeden Tab beziehungsweise jede URL individuell bestimmen lässt. (db)

Automatisieren

Web-Oberflächen lassen sich mit den Erweiterungen CoScripter und Greasemonkey automatisieren. Allerdings ist CoScripter nicht sonderlich mächtig und Greasemonkey setzt JavaScript-Kenntnisse voraus. iMacros for Firefox dagegen zeichnet ganz einfach Browser-Sitzungen beim Surfen auf. Dabei legt die Anwendung in einer eigenen Sprache verfasste Skripte an. Des Programmierens mächtige Nutzer können diese bei Bedarf anpassen. Bereits in der kostenlosen Version verfügt iMacros über Variablen und Schleifen und kann über eigene Befehle zum Beispiel Daten aus CSV-Dateien in Formulare eintragen. Die Power Surfer Edition automatisiert auch Ajax-, Java- und Flash-Anwendungen. In der Pro-Edition lässt sich iMacros von der Kommandozeile oder über den Task Scheduler zeitgesteuert starten. Entwickler können die größte Version, die Scripting Edition, über eine Programmierschnittstelle auch aus anderen Programmen heraus ansprechen. Unter den kostenpflichtigen Versionen kann nur die Scripting Edition Firefox steuern. Außerdem vertreibt der Hersteller iOpus eine um die Aufzeichnungsmöglichkeit beschnittene Version, mit der Entwickler Makros ausliefern können. (jo)

Google & Co.

Die von Google angezeigten Informationen zu den Inhalten der gefundene Webseiten sind recht spärlich, insbesondere vermisst man gelegentlich eine Vorschau, um sich schnell einen Überblick über Webseiten zu verschaffen. In Firefox lässt sich dies mit der Erweiterung Google Preview nachrüsten, die ein kleines Vorschaubild der jeweiligen Webseite links neben den Suchergebnisse anzeigt. Auf diese Weise kann man oft schon anhand des kleinen Bildchens einschätzen, ob sich ein Klick auf die URL überhaupt lohnt. (db)

CustomizeGoogle spendiert der Suchmaschine eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen. Vielsucher werden die Ergänzungen zu schätzen wissen, mit denen die Erweiterung die Ergebnisse der Websuche aufpeppt. So bettet sie Links ein, die den jeweiligen Suchbegriff bei der Google-Konkurrenz aufrufen, etwa bei Yahoo, Live.com, bei Blogsuchmaschinen wie Technorati oder der deutschen Suchmaschine Seekport. Editieren lässt sich die Liste leider nicht, sodass man fehlende Suchdienste wie Exalead nicht hinzufügen kann. Neben der Volltextsuche lassen sich auch andere (Such-)Dienste von Google aufpeppen. Für viele Dienste, etwa den Reader oder Text & Tabellen, kann der Benutzer festlegen, dass der Browser eine sichere SSL-verschlüsselte Verbindung nutzen soll. Bei der Bildersuche biegt CustomizeGoogle die Trefferlinks auf die Originalseiten um, der Umweg über eine Google-Ansicht entfällt. Bei allen werbefinanzierten Diensten blendet die Erweiterung auf Wunsch die Reklame aus. (jo)

SearchCrumbs durchforstet beliebige Suchmaschinen, Bilder- und Videodienste, soziale Netzwerke, Auktionshäuser oder Online-Shops, wobei sich die Suchseiten frei konfigurieren lassen. Über den SearchCrumbs-Eintrag im Kontextmenü durchsucht das Add-on einzelne oder mehrere Dienste gleichzeitig nach dem zuvor markierten Text. Dazu öffnet es für jede Suchanfrage einen eigenen Tab. Alle zu durchsuchenden Dienste oder Websites lassen sich in Ordnern kategorisieren, etwa für Bilder, Videos oder Händler. Die Webseiten in diesen Unterordnern kann man einzeln auswählen oder über "Search all" alle gleichzeitig durchforsten. Für die gängigen Anbieter wie Google, Yahoo, Amazon oder die Wikipedia sind bereits Einträge vorhanden, die man per Dialog bequem um neue Dienste erweitern kann. (db)

Erhöhte Sicherheit

Beim Surfen bleiben stets Spuren der besuchten Webseiten gespeichert, etwa die Webadresse in der History oder Cookies auf der Festplatte. Wer diese Spuren nur für die aktuelle Webseite beseitigen will, dem empfiehlt sich Close'n Forget. Das Add-on richtet einen zusätzlichen Schließen-Button ein, der den aktuellen Tab schließt und alle Cookies dieser Domain vom System entfernt – auf Wunsch auch deren Webadressen aus der History. (db)

WOT steht für "Web of Trust" und soll für ein sichereres Surfen sorgen. In der Symbolleiste richtet es dazu ein Icon ein, das je nach besuchter Website deren Vertrauenswürdigkeit in unterschiedlichen Farben anzeigt. Dabei werden alle vertrauenswürdigen Seiten grün markiert und gelb mahnt zur Vorsicht. Als gefährlich eingestufte Webseiten blockt WOT ab und bringt statt der Webseite eine Warnung. Erst ein Klick auf den Link, dass man die Seite trotzdem besuchen möchte, öffnet den Inhalt. Die Bewertungen bezieht WOT von einem Server des Herstellers, der mit Bewertungen von Anwendern gefüttert wird. Dazu kann jeder Nutzer Webseiten selbst bewerten und so die Zuverlässigkeit verbessern – laut Programmautor liegen derzeit Daten für über 20 Millionen Webseiten vor. Die Nutzung des nützlichen Werkzeugs ist kostenlos, erfordert aber einen Account beim Hersteller. (db)

Mit Public Fox kann man den Browser so schützen, dass andere Nutzer keine Änderungen an den Einstellungen vornehmen können. Damit kann man zum Beispiel den Dialog für die Firefox-Optionen oder für Add-ons blockieren oder jegliche Modifikation der Lesezeichen sperren. Für einzelne Datei-Extensions wie .exe oder .vbs lässt sich darüber hinaus der Download lahmlegen. Über eine sogenannte Blacklist kann man außerdem den Zugriff auf bestimmte Websites verweigern. Damit die anderen Nutzer die Sicherheitsmaßnahmen nicht eigenhändig rückgängig machen, lässt sich der Public-Fox-Dialog selbstverständlich durch ein Passwort schützen. (db)

Webdesign-Helfer

Um auf einer Webseite nachzusehen, wie diese kodiert ist, öffnet sich normalerweise ein separates Fenster mit dem HTML-Quelltext. Oft ist es aber praktischer, die HTML-Tags direkt im Webbrowser zu betrachten, um zu prüfen, welche Tags der Webdesigner für ein bestimmtes Element verwendet hat. In solchen Fällen lohnt sich der Einsatz des Add-ons X-Ray, das die HTML-Tags direkt in die Seitendarstellung einbettet. Damit lässt sich der HTML-Code wesentlich leichter zuordnen als im reinen Quelltext und Design-Einsteiger können schnell die Tricks anderer erlernen, ohne erst mühsam im Quelltext nachschlagen zu müssen. Dazu genügt es, im Kontextmenü den Eintrag "X-Ray" auszuwählen. Ein erneuter Aufruf schaltet in die normale Ansicht zurück. (db)

Für Dokumentationszwecke fertigt das nur für Windows erhältliche Fireshot Screenshots von Webseiten an – vom sichtbaren Bereich oder auf Wunsch von der gesamten Webseite, sodass sich auch lange HTML-Seiten als JPEG-, PNG-, GIF-Datei oder als Bitmap speichern oder per E-Mail versenden lassen. Nach dem Anfertigen eines Screenshots durch einen Klick aufs Fireshot-Symbol öffnet sich zunächst ein Fenster, in dem man den Inhalt über Text- und Zeichenwerkzeuge editieren kann. Das ist beispielsweise nützlich, um etwa einen Rahmen um einen Teil des Inhalts zu zeichnen und Texte als Anmerkung einzufügen. Eine erweiterte Pro-Version, in der sich unter anderem mehrere Screenshots bearbeiten und in Projekten speichern lassen, ist für knapp 20 US-Dollar erhältlich. Leider läuft das Add-on nur unter Windows. (db)

Themen-Special mit Bildergalerie unter:
http://www.heise.de/software/download/special/futter_fuer_firefox_3/43_1